Die Band ist komplett, der Proberaum eingerichtet und die ersten Songs geschrieben? Dann muss ein passender Bandname her. Aber wo anfangen?

In diesem Artikel findet ihr 10 Profitipps, die eure Suche erleichtern. Darin lernt ihr, wie ihr einen Bandnamen findet, der wirklich zu euch passt – und euren Fans garantiert in Erinnerung bleibt.

Tipp 1 – Seid originell

Die meisten Bandnamen sind gewöhnlich und austauschbar. Wenn ihr bei potenziellen Fans auf dem Radar landen wollt, braucht ihr einen Bandnamen, der durch Authentizität besticht.

Egal ob ihr mit witzigen Wortspielen arbeitet, euch künstlerisch und kreativ austobt oder mit einer ungewöhnlichen Phrase zum Nachdenken anregt: Hauptsache ihr findet etwas, das nicht bereits tausend Mal in gleicher oder ähnlicher Form ausgeschlachtet wurde.

Dein Bandname sollte in einem Logo gestaltbar sein

Tipp 2 – beachtet designtechnische Aspekte

Der Bandname ist das Aushängeschild jeder Band. Daher spielt die Optik bei der Namensfindung eine entscheidende Rolle.

Euer Bandname wird auf Flyern, Plakaten oder auf Merchandise-Artikeln zu sehen sein. In vielen Fällen ist er sogar der erste Berührungspunkt für potenzielle Fans.

Tipp: Arbeitet mit prägnanten Elementen, wie Zahlen, sich wiederholenden Vokalen oder Sonderzeichen, um mehr Aufmerksamkeit zu erregen.

Tipp 3 – Bandnamen finden, der zeitlos ist

Bitte jagt bei der Suche nach einem Bandnamen keinem Trend hinterher, denn damit werdet ihr nicht glücklich. Ja, Trends können eure Bekanntheit kurzfristig pushen. Leider ist jeder Hype irgendwann einmal zu Ende und der Vorteil des ursprünglich gewählten Titels verpufft.

Besser, ihr entscheidet euch für einen zeitlosen Bandnamen, hinter dem ihr wirklich steht. Dann habt ihr auch in einigen Jahren noch Freude daran.

Tipp 4 – integriert eure Message

Im Idealfall ist euer Bandname das Spiegelbild eurer musikalischen Message, sprich: Er sagt etwas über euer Thema aus. Daher solltet ihr bei der Bandnamen-Suche unbedingt auch Begriffe sammeln, die euer „Warum“ widerspiegeln.

Tipp 5 – euer Bandname sollte zur Musik passen

Ihr macht energetischen, rotzfrechen Indie-Punk? Euer Sound ist von einem bombastischen Drum-Sound geprägt? Ihr wollt die Welt mit eurem elektrisierenden Power-Pop erobern? Was es auch ist, das euch auszeichnet: Euer Bandname sollte zu eurer Musikrichtung passen.

Metallica haben im Laufe Ihrer Karriere über 125 Millionen Alben verkauft – ein Erfolg, welcher der Band als „The Honkey-Tonkeys“ wahrscheinlich verwehrt geblieben wäre.

Tipp 6 – vermeidet negative Assoziationen

Habt ihr schon darüber nachgedacht, ob euer favorisierter Bandname möglicherweise auch negativ assoziiert werden könnte? Was euch klar sein muss: Wenn ihr irgendwann feststellt, dass ihr damit unbeabsichtigt Menschen beleidigt oder sogar diskriminiert, habt ihr ein Problem.

Electric Callboy (vorher Eskimo Callboy) gelten hier als abschreckendes Beispiel, die ihren jahrelang bekannten Namen nach Shitstorms und drohenden Tour-Absagen notgedrungen ändern mussten.

Tipp 7 – traut euch die Regeln zu brechen

Nichts ist in Stein gemeißelt. Euch schwebt ein Bandname mit einer ungewöhnlichen oder witzigen Schreibweise vor?

Traut euch ruhig einen Titel zu wählen, der Grammatik, Rechtschreibung und andere Vorschriften ad absurdum führt. Damit erregt ihr garantiert mehr Aufmerksamkeit, als wenn ihr euch immer nur brav an die Regeln haltet.

Tipp 8 – Euer Bandname sollte aussprechbar sein

Ihr habt einen Bandnamen gefunden, der alle oben genannten Kriterien erfüllt und auch noch super auf Merch-Artikeln aussieht? Dann beurteilt unbedingt noch Klang und Aussprache, bevor ihr die musikalische Taufe groß und breit auf euren Socials verkündet.

Es kann echt unangenehm sein, wenn Reporter, Pressemitarbeiter und Konzertveranstalter bei eurem Namen regelmäßig ins Stottern geraten, oder noch schlimmer: Ihn falsch aussprechen.

Übrigens: Es gibt einige bekannte Bands, die sich diesbezüglich bei der Wahl ihres Namens keinen Gefallen getan haben. Prominentes Beispiel:

Die Crossover-Band Fever 333. Aus ästhetischer Sicht ist der Name ein Knaller – in Bezug auf Aussprache und Klang eher weniger …

Tipp 9 – wählt einen Bandnamen, den es noch nicht gibt

Stellt euch vor, ihr erfahrt nach mehreren Jahren, dass eine andere Band ebenfalls unter eurem Namen auftritt. Ein solches Szenario wird nicht nur eure Eigenständigkeit in Frage stellen.

Im Worst Case könnte es sogar in einem teuren Rechtsstreit enden – vorausgesetzt, eure Namensvetter haben sich die Rechte dafür gesichert.

Prüft daher unbedingt vorher, ob euer Bandname noch frei ist, bevor ihr Merch druckt, eine Band-Website in Auftrag gebt und Musik veröffentlicht.

Tipp 10 – bezieht Außenstehende in die Suche mit ein

Ihr habt eine lange Liste mit möglich Bandnamen gesammelt und liebäugelt möglicherweise schon mit dem einen oder anderen Favoriten?

Dann fragt gute Freunde, Familie oder befreundete Musiker, welcher der zur Auswahl stehenden Kandidaten ihnen am besten gefällt. Meistens ergibt sich bei solchen Abstimmungen eine klare Mehrheit, was eure Entscheidung deutlich einfacher macht.


Bandnamen finden – Tools und Hilfsmittel für noch mehr Inspiration

Ihr habt noch Startschwierigkeiten? Dann nutzt die folgenden Tools, Hilfsmittel und Techniken, um euch inspirieren zu lassen:

  • Bandnamen finden per Generator: Verwendet einen der zahlreichen Bandnamen-Generatoren aus dem Netz, die euch auf Knopfdruck interessante, originelle oder lustige Bandnamen-Beispiele ausspucken.
  • Bandnamen-Liste: Werft einen Blick in ein Bandnamen-Verzeichnis. Dabei handelt es sich um lange Listen mit bereits existierenden Bandnamen, sortiert von A – Z.
  • Betreibt Brainstorming: Dabei schreiben alle von euch ihre spontanen Gedanken und Bandnamen-Ideen auf und ihr sammelt und sortiert sie auf einem Flipchart-Board.
  • Sammelt Titel, Figuren, Begebenheiten oder Orte aus Filmen und Büchern und recycelt diese für eure Auswahl an potenziellen Bandnamen.
  • Sucht in einem Wörterbuch nach interessanten oder ungewöhnlichen Begriffen, die sich für eure Suche nach einem passenden Bandnamen eignen könnten.

Fazit: Einen guten Bandnamen zu finden ist ein Prozess

Einen passenden und vor allem richtig guten Bandnamen findet ihr nicht mal eben in 5 Minuten. Wie ihr seht, gibt es sehr viele Punkte zu beachten, die sich maßgeblich auf den Verlauf eurer Karriere auswirken können.

Trotz all der Tipps, ist eine Sache besonders wichtig: Ihr müsst ein gutes Gefühl mit eurem Namen haben. Der beste Bandname der Welt ist wertlos, wenn ihr euch nicht damit identifizieren könnt.

Jetzt interessiert uns eure Meinung zu diesem Thema: Sucht ihr schon lange nach einem passenden Bandnamen? Oder konntet ihr euch bereits einigen? Wie seid ihr an das Thema herangegangen? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Bist du zufrieden mit deinem Bandnamen?

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