Definition "Paralleltonart" Musiktheorie verstehen

Definition: Was bedeutet "Paralleltonart"?

Paralleltonart - Dieser aus der Musiktheorie stammende Terminus bezeichnet Dur bzw. Moll-Tonarten, die mit dem gleichen Vorzeichen notiert sind. Im Quintenzirkel sind sie, übersichtlich angeordnet, ersichtlich.

Ausführliche Definition von "Paralleltonart" im bandup-Lexikon

Die Paralleltonart liegt entweder eine Terz tiefer oder höher, je nachdem, ob man sich in einer Dur oder Molltonart befindet. Will man die Mollparallele (e-Moll) einer Durtonart (G-Dur) erkennen, findet man sie eine kleine Terz (3 Halbtonschritte) tiefer. Will man die Durparallele (G-Dur) einer Molltonart (e-Moll) erkennen, findet man sie eine kleine Terz (3 Halbtonschritte) höher. An dem vormals erwähnten Beispiel erkennt man, dass es sich bei Paralleltonarten immer um terzverwandte Tonarten handelt. Folgendes macht das typische Charaktermerkmal einer Paralleltonart aus: Es sind dieselben Vorzeichen vorhanden.

Die Mollparallele einer Durtonart bezeichnet man als Tonikaparallele (Tp) sowie man die Durparallele einer Molltonart (tP) genauso bezeichnet. Nur die Anordnung der Groß- und Kleinbuchstaben macht den Unterschied aus. Daraus nämlich leitet sich ab, ob sich die Tonika in einer Dur- oder Molltonart befindet. Die Molltonart wird kleingeschrieben. Dem oben erwähnten Beispiel (G-Dur bzw. e-Moll) nach, erscheint der Vermerk im Notenbild also wie folgt: Tp. Demnach verhält es sich im umgekehrten Fall (e-Moll bzw. G-Dur) wie folgt: tP. In unserem Beispiel (D-Dur bzw. e-Moll) ist jeweils nur ein Vorzeichen (♯ = fis) vorhanden. Bei einer anderen Tonart (Ges-Dur bzw. es-Moll) z.B., wäre sowohl in der Durtonart (Ges-Dur) als auch in der Molltonart (es-Moll) sechsmal ein Be (b) vorhanden. Betrachte dazu den Bildnachweis, siehe hier:

Bildquelle: Wikipedia