Definition "Partitur" Musiktheorie verstehen

Definition: Was bedeutet "Partitur"?

Partitur - Dieser Terminus ist dem italienischen Sprachgebrauch entlehnt und bedeutet das Folgende, siehe hier: partitura, wörtlich: Einteilung. Gemeint ist der Notendruck aller im Werk enthaltenen Vokal- und Instrumentalstimmen, der dem Dirigenten als Vorlage dient. Eine Partitur ist bequem auf einem Notenpult lager- und einsehbar.

Ausführliche Definition von "Partitur" im bandup-Lexikon

In einer Partitur findet man alle Vokal- und Instrumentalstimmen, die ein bestimmtes musikalisches Werk enthält, übersichtlich vor. Das Gesamtwerk ist akkurat und ordnungsgemäß eingeteilt und dadurch auf einen Blick überschaubar. Im Gegensatz zum Klavierauszug, der lediglich die zwei Notensysteme für eine Klaviatur enthält, sind in einer Partitur alle im Musikstück involvierten Einzelstimmen zusammengefasst. Während die Musiker nur ihre eigene Stimme vor Augen haben, liest der Dirigent alle jeweils einzeln aufgeführten Stimmen gleichzeitig, damit er die Übersicht hat. Auch der Tonmeister als Aufnahmeleiter sieht während der Aufnahme im Tonstudio eine Partitur ein. In einer Partitur hat jede Vokal- oder Instrumentalstimme ein eigenes Notensystem. Die gleichzeitig erklingenden Töne sind als Notendruck übereinander angeordnet. Die senkrecht verlaufenden Taktstriche machen den Verlauf und die Koordination der Einzelstimmen sowie den Gesamtklang plausibel. Es gibt verschiedene Partitur-Klassifizierungen, die wie folgt lauten: Dirigentenpartitur, Studienpartitur, Chorpartitur, Hör- oder Lesepartitur, Particell.

Die Partitur legt der Komponist bereits im Vorfeld fest. Sie wird gewissermaßen mitgeliefert. Bei zahlreichen aus der Zeit vor dem 16. Jhd. stammenden älteren Werken, deren Aufführung lediglich anhand der Einzelstimmen stattfand, wurde eine Partitur im Nachhinein als moderne Ausgabe erstellt. Die Instrumente der gleichen Gattung sind in Gruppen zusammengefasst, in folgender Anordnung von oben nach unten, siehe hier: Holzblasinstrumente (Flöten, Oboen, Klarinetten, Fagotte), Blechblasinstrumente (Hörner, Trompeten, Posaunen und Tuba), Schlaginstrumente (Pauke, Große und Kleine Trommel, Becken, Triangel), Soloinstrumente (Harfe, Klavier oder auch Vokalsolisten und Chor) sowie Streicher (Violinen I und II, Violen, Violoncelli, Kontrabässe). Große Orchestergruppen und eindeutig zugeordnete Instrumententypen werden aus Gründen der Übersichtlichkeit und der besseren Form wegen in eckige oder geschweifte Akkoladen gesetzt. Des Weiteren befinden sich in einer Partitur Ausführungshinweise wie Tempo, Dynamik, Artikulation, Spieltechnik, Ausdruck u.v.m., und zwar in italienischer Musiksprache, die meist als Kürzel, genannt Abbreviatur, in Erscheinung tritt.