Definition "Modulation" Musiktheorie verstehen

Definition: Was bedeutet "Modulation"?

Dieser aus der Musiktheorie stammende Terminus ist dem lateinischen Sprachgebrauch entlehnt und bedeutet das Folgende, siehe hier: modulari, wörtlich: messen, regeln, ausgleichen.­ Dadurch wird der harmonische Übergang von einer Tonart in eine andere vollzogen.

Ausführliche Definition von "Modulation" im bandup-Lexikon

Der vom Musiker bewusst beabsichtigte und gezielt geplante Übergang von einer Tonart in eine andere, bezeichnet man als Modulation. Ein neues tonales Zentrum wird dadurch erreicht, dass ein Wechsel von der jeweiligen Ausgangstonart in eine andere Grundtonart vollzogen wird. Es gibt einen Unterschied zwischen einer echten Modulation und einer s.g. Ausweichung. Von einer echten Modulation spricht man, wenn der Übergang in die beabsichtigte neue Tonart bewusst zielgerichtet herbeigeführt und abschließend mittels einer Kadenz befestigt wird. Eine Modulation, die durch ein unvermitteltes Verlassen der Ausgangstonart in eine neue gekennzeichnet ist, bei der der Interpret weder verweilt noch diese durch eine Kadenz befestigt und zum Abschluss bringt, bezeichnet man als Ausweichung. Die ursprüngliche Ausgangstonart wird somit eigentlich nicht verlassen, sondern es findet lediglich ein momentanes Ausweichen statt. Dieser musikalische Verlauf ist mit dem Begriff „Rückung“ identisch. Vor allem dann, wenn der Übergang von der einen in die andere Tonart spontan, unvermittelt und unvorbereitet geschieht.

Die Modulation ist eine wichtige Kompositionstechnik. Dass eine Modulation vollzogen wurde, erkennt man im weiteren musikalischen Verlauf an den Versetzungszeichen (Akzidentien, siehe hier: ♯, ♭, ♮), die eine Veränderung des Stammtones bewirken. Diese sind unmittelbar vor der betreffenden Note platziert, im Gegensatz zu den Vorzeichen, die sich zu oberst, gleich am Anfang des Musikstücks in unmittelbarer Nähe des Notenschlüssels und der Taktangabe, befinden. Finden gleich mehrere Modulationen nacheinander statt, sagt man Modulationskette dazu, unabhängig davon, ob in diesem Zuge Festigungen temporärer tonaler Zentren vollzogen wurden oder nicht. Die Techniken der Modulationen weisen erhebliche Unterschiede auf. Die folgenden Typen seien abschließend erwähnt: Diatonische Modulation, chromatische Modulation, enharmonische Modulation, eine Modulation durch Sequenz sowie die tonzentrale Einführung. Die Tonsatz- und Harmonielehre liefert weiterführende, aufschlussreiche und vertiefende Einblicke über dieses Themenfeld. Eine Modulation, die von a-Moll nach C-Dur vollzogen wird, ist nachfolgend aufgezeigt:

Modulation

Bildquelle: Tonalemusik