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Interview mit dem Basslehrer Eddi Andreas

Im hatte ich die Möglichkeit im Rahmen von meinem Basskursvergleich den Basslehrer Eddi Andreas kennenzulernen. Er lebt in Kolumbien und unterrichtet den Bass von dort aus über digitalen Kanäle. Er har einen erfolgreichen YouTube-Kanal, sowie einen Basskurs konzipiert, welchen wir heute unter die Lupe nehmen wollen. Lerne Eddie uns seinen Basskurs jetzt in diesem Interview kennen und finde heraus, ob du mit ihm gemeinsam Bass lernen willst. Bei offenen Fragen schreibe gerne in die Kommentare oder besuche Eddi direkt.

Hi Eddi, wie bist du zur Musik gekommen?

Schon als kleines Kind hing ich stundenlang vor dem Radio, und so habe ich aus meiner Begeisterung heraus alle Instrumente gespielt, die man mir anbot: Zuerst Blockflöte, dann im Dorforchester Posaune. Als das Orchester einen E-Bass kaufte, um seinen Sound zu „modernisieren“, meldete ich mich gleich als Freiwilliger. Nach dem Zivildienst habe ich dann an der Los Angeles Music Academy und der Dresdner Musikhochschule E-Bass und Kontrabass studiert und als Diplom-Musikpädagoge abgeschlossen.

Übrigens finde ich den Spott völlig unangebracht, der manchen Leuten (besonders Gitarristen) entgegengebracht wird, die auf den Bass umsteigen. Diejenigen, die den Umstieg wagen, sind oftmals die Musiker mit dem kleinsten Ego, die sich im Dienste der Musik sehen, und nicht die Band im Dienste des eigenen Egos. Aus meiner Sicht zieht der Bass von sich aus die kompatiblen Persönlichkeiten an, egal ob direkt oder über Umwegen!

Cool! Und wie funktioniert die Seite im Groben?

In meinem Blog poste ich regelmäßig zum Thema E-Bass. Meistens sind das pädagogische Videos mit Tipps oder konkreten Übungen. Das Begleitmaterial wie PDF und mp3 stelle ich immer kostenlos und ohne Registrierung zur Verfügung. Fragen, die sich aus diesen Gratis-Lektionen ergeben, beantworte ich per E-Mail. Abgesehen davon beantworte ich auch gern Fragen zu anderen Themen, solange ich mich auf dem jeweiligen Gebiet fit fühle.

Wer in ein bestimmtes Thema tiefer eintauchen möchte, findet auf meiner Seite auch komplette Onlinekurse. Je nach Umfang haben diese verschiedene Preise, aber in jedem Fall bekommst du immer zeitlich unbegrenzten Zugang.

Wie funktioniert dein Basskurs ab?

Wenn du einen meiner Kurse buchst, erhältst du sofort deine persönlichen Zugangsdaten und kannst direkt loslegen. Die Kapitel werden im wöchentlichen Rhythmus freigeschaltet, damit sich niemand überfordert fühlt. Es gibt aber auch TeilnehmerInnen, die schneller vorankommen oder gerade Ferien haben, und denen schalte ich auf Anfrage sofort alle Kapitel frei. In jedem Fall hast du nach Ablauf der offiziellen Kursdauer weiter unbegrenzten Zugang zu allen Kapiteln und natürlich auch zu meinem persönlichen Support.

Sag mal sind irgendwelche technischen Voraussetzungen für die Lernenden notwendig?

Für meinen Anfängerkurs „Mein 1. Bass-Semester“ benötigst du keine Vorkenntnisse. Es haben sich sogar schon Leute angemeldet, die noch nicht mal einen Bass hatten und den erst später besorgt haben.

Für alle anderen Kurse solltest du schon die Bass-Grundlagen beherrschen. Zu jedem Kurs gibt es ein aussagekräftiges Vorschau-Video mit Ausschnitten aus allen Kapiteln, sodass du genau sehen kann, auf welchem Niveau es losgeht und wo dich der Kurs hinführt. Solltest du deine Fähigkeiten falsch eingeschätzt haben, kannst du den Kaufpreis innerhalb der ersten 30 Tage zurück erhalten oder den Kurs gegen einen anderen tauschen.

Hast Du Spezialgebiete?

Eigentlich nein, aber sagen wir mal so: Ich bin darauf spezialisiert, immer die Hintergründe aller Übungen zu erläutern, damit du das Gelernte dann auch in anderen Genres und Songs anwenden kannst. Die Methode „Heute lernen wir Song X: Leersaite, dritter Bund, fünfter Bund“ ist nicht mein Ding. Das Nachspielen von bekannten Songs gehört zwar dazu, aber bei mir geht es auch darum, Akkordsymbole zu verstehen und sein eigenes Ding zu machen: Stell dir vor, ein Bekannter kommt mit seinem frisch komponierten Song an, sagt dir die drei Akkorde, die er sich dafür ausgedacht hat, und du fragst „Äh, welche Bünde soll ich drücken?“ Das ist natürlich keine Schande, aber ich möchte zeigen, dass man mit ein wenig mehr Aufwand viel kreativer sein und viel mehr Spaß haben kann.

Ist dein Unterricht eher für Anfänger oder Profis?

Ich habe eigentlich alles schon gemacht und daher keine Berührungsängste: Zwölf Jahre lang habe ich angehende Profimusiker unterrichtet, allerdings nicht an einer Universität, sondern an einem Institut in Bogotá, in welchem man nach sechs Semestern einen „Técnico“-Abschluss macht, den man aus deutscher Sicht mit einer Berufsausbildung vergleichen kann. Da die Studiengebühr nicht ganz billig ist, gibt es öfter Workshops mit internationalen Stars wie Chick Corea, Victor Wooten, Billy Sheehan… das ist schon ein tolles Umfeld.

Die letzten Jahre habe ich aber vor allem mit erwachsenen Bass-Anfängern und auch Kindern gearbeitet, was pädagogisch gesehen eine größere Herausforderung ist und definitiv auch seinen Reiz hat. Das hat mir nochmal einen völlig anderen Blickwinkel auf das Bass-Lernen gegeben.

Was macht deinen Basskurs besonders?

Jedes Kapitel wird mit einem schriftlichen Test abgeschlossen, was auf den ersten Blick nicht so recht zum Thema Musik passen mag. Aber die meisten TeilnehmerInnen freuen sich darüber, weil sie so gleich sehen, ob sie die Inhalte des Kapitels verstanden und behalten haben. Nach dem letzten bestandenen Test gibt es ein digitales Zertifikat über den erfolgreichen Abschluss des Kurses.

Ich betreibe einen relativ großen Aufwand und filme mit mehreren Kameras, um dir Einblicke zu geben, die man selbst beim Präsenzunterricht so nicht hat: Eine Kamera filmt das Griffbrett immer von oben, also direkt aus Bassisten-Sicht. Grafiken und Griffbilder blende ich direkt im Video ein, damit du es nicht erst umständlich im PDF suchen musst. Obwohl einige das PDFdennoch ausdrucken, um es einfach immer zur Hand zu haben.

Die Kurs-Teilnehmer können sich jederzeit mit ihren Fragen an mich wenden. Einige wollen gar keinen Kontakt und einfach nur in Ruhe die Lektionen durcharbeiten. Andere wiederum nutzen die Support-Möglichkeit und schicken mir regelmäßig Handy-Videos, damit ich ihren Fortschritt beurteilen und Fehler entdecken kann. Ich hätte es früher nicht für möglich gehalten, welche guten Ergebnisse viele TeilnehmerInnen erzielen, die mir versichern, noch nie vorher Bassunterricht gehabt zu haben.

Welche Kurse werden angeboten?

Kostenloser Kurs zum systematischen Lernen der Töne auf dem Griffbrett (Dauer: 3 Wochen)

Anfängerkurs „Mein 1. Bass-Semester“ (Dauer: 10 Wochen)
> Hier geht es zum Kurs

Nicht nur für Jazz-Fans, sondern für alle, die sich spürbar auf dem Bass verbessern wollen:

„Jazz-Bass für Einsteiger“ Dieser Kurs bietet einen musikalischen 360°-Blickwinkel, der einzigartig ist: Wir erstellen eigene Basslinien, spielen darüber die Akkorde auf dem Bass und improvisieren dann dazu. Deine neu erworbenen Fähigkeiten kannst du dann in allen musikalischen Situationen anwenden, nicht nur im Jazz! (Dauer: 22 Wochen)
> Hier geht es zum Kurs

Kirchentonleitern (Modes) verstehen und auf dem Bass anwenden (Dauer: 10 Wochen)
> Hier geht es zum Kurs

Welche Preismodelle gibt es?

Abgesehen vom Gratis-Kurs zum Griffbrett lernen, kosten die Kurse je nach Umfang zwischen 49 und 194 Euro und können auch in vier bis acht monatlichen Raten bezahlt werden. Die Abrechnung läuft über Digistore24, dem bekanntesten deutschen Zahlungsanbieter.

Momentan plane ich, die Onlinekurse mit Webcam-Gruppenunterricht zu kombinieren. Mehrere TeilnehmerInnen fangen also zum selben Zeitpunkt an und wöchentlich treffen wir uns in einem Online-Seminar, in dem ich Fragen beantworte und wir uns auch gegenseitig Dinge auf dem Bass vorspielen können, wobei das Vorspielen natürlich freiwillig ist. Ich denke, dass das besonders sinnvoll ist für Leute, die über sich selber sagen, dass sie ab und zu einen „Tritt in den Allerwertesten“ brauchen. Die Start-Termine werde ich auf meiner Homepage und meinen Mail-Verteilerbekannt geben.

Ich freue mich immer über E-Mails mit Ideen und Vorschlägen, was sich Interessierte noch an Unterstützung wünschen, seien es Themen für die YouTube-Videos oder Erweiterungen für meine Bass-Kurse.

Alex Spengler

Der Lehrer macht bei einem Basskurs viel aus. Wenn ihr denkt das Eddi Andreas genau der richtige ist mit dem ihr Musik machen wollt, könnt ihr hier zu seinem Online Basskurs kommen.