Stay Tuned mit der Ukulele

Das Stimmen der Ukulele ist eine Wissenschaft für sich. Wer schon einmal ein Zupfinstrument gestimmt hat, weiß, dass es unzählige Dinge gibt, worauf geachtet werden muss. Dabei machst du mit Sicherheit jeden Fehler zumindest einmal durch. Du kannst dein Instrument ebenso auf verschiedene Arten stimmen. Viele Wege führen nach Rom, lautet hierbei das Motto. Wie du deine Ukulele möglichst zeiteffizient und zugleich stabil stimmst, kannst du hier nachlesen.

Die verschiedenen Ukulele-Stimmungen im Überblick

Im Gegensatz zur Gitarre sind die Saiten der Ukulele völlig anders gestimmt. Dies rührt unter anderem daher, da die Ukulele vier statt sechs Saiten besitzt. Außerdem ist die Mensur wesentlich verkürzt, was eine Standard-Stimmung in E-A-D-G-h-e schlicht unmöglich macht.

In der Regel sind Sopran-, Konzert– und Tenor-Ukulele in g-c-e-a gestimmt. Besonders erwähnenswert dabei ist, dass die g-Saite eine Oktav höher gestimmt ist. Dies erwirkt den Sonderfall, dass die oberste Saite zugleich den höchsten Ton von sich gibt. Gerne wird das kleine Zupfinstrument auch in a-d-fis-h getunt. Die Saiten werden also um einen Ganzton höher gestimmt. Die größte Version des Instruments, die Bariton-Ukulele, wird meist in d-g-h-e gestimmt. Hierbei ist die oberste Saite jedoch nicht oktaviert. Beachte stets, dass verschiedene Stimmungsarten auch unterschiedliche Griffbilder zur Folge haben.

Stimmungen Ukulele

D-Stimmung und C-Stimmung einer Ukulele

Wie es auch bei der Gitarre üblich ist, gibt es einige Eselsbrücken, wie du dir die Stimmung merken kannst:

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Eine Alte Dame Geht Heute Einkaufen (Standard-Tuning der Gitarre, die vier höchsten Saiten werden genauso bei der Bariton-Ukulele gestimmt)

  • Standard-Tuning der Ukulele: g-c-e-a
  • Alternative Stimmung: a-d-fis-h
  • Stimmung der Bariton-Ukulele: d-g-h-e

Welche Möglichkeiten gibt es, um die Ukulele zu stimmen?

Die Varianz endet nicht bei der Möglichkeit der Stimmung. Auch wie du zu dem gewünschten Ergebnis kommst, kann beliebig gewählt werden.

Stimmgabel und Gehör

 

Ein Vollblut-Musiker orientiert sich beim Stimmen nach dem Gehör. Während Virtuosen oftmals ein absolutes Gehör besitzen, hilft sich das Fußvolk mit Stimmgabel oder Stimmpfeife. Dabei erzeugt die Stimmgabel einen bestimmten Ton, sobald sie in Schwingung versetzt wird. Allgemein gibt sie den Kammerton und somit das A ab. Der Standard-Kammerton A besitzt eine Frequenz von 440 Hertz und ist international gültig.

Nun muss die Saite des Instruments exakt nach der Stimmgabel gestimmt werden. Wenn du dir den Griff der Gabel an dein Ohrläppchen drückst, kannst du einen überaus lauten Ton hören. Dies gilt auch wenn du sie an den Tisch oder an irgendeinen anderen Resonanzkörper drückst. Damit das Hilfsmittel einen Ton abgibt, muss die Gabel frei schwingen können. Du darfst also die Gabel nicht berühren. Mit der linken Hand kannst du zugleich die Saite anschlagen und diese nach dem Ton stimmen. Nun müssen die übrigen Saiten an die gestimmte Saite angepasst werden. Ein hilfreicher Tipp ist, dass du nicht nur Saite für Saite stimmst, sondern auch untereinander wechselst. Der fünfte Bund der e-Saite sollte ein a ergeben. Aber genauso sollte der zweite Bund der g-Saite diesen Ton treffen. Versuche alle Saiten untereinander möglichst gleich zu stimmen. Hast du alle Saiten gestimmt, dann spiele einige Akkorde. Klingen die Akkorde harmonisch und gewohnt? Dann hast du alles richtig gemacht!

  • Erfordert viel Erfahrung, da frei nach Gehör gestimmt wird
  • Stimmgabel oder Stimmpfeife ist für eine geringe Investition erhältlich
  • Nachteil: Nebengeräusche als Störfaktor

Stimmgerät

 

Mittels Stimmgerät kannst du den Aufwand enorm reduzieren. Es handelt sich um spezielle Geräte, die die Frequenz der schwingenden Saite erkennen. Entweder erkennt das Stimmgerät den Ton durch ein Mikrofon, über Körperschall oder per Klinkenkabel. Die dritte Variante entfällt bei einer akustischen Ukulele, da ein verbauter Tonabnehmer sowie ein Klinkenanschluss benötigt wird. Jene Stimmgeräte, die per Körperschall die Frequenz erkennen, werden mittels Clips auf der Kopfplatte befestigt. Durch die Schwingung des Körpers wird die Frequenz erkannt und der entsprechende Ton angezeigt. Liegt der Zeiger exakt in der Mitte, dann entspricht dies dem jeweiligen Ton. Stimmgeräte mit einem Mikrofon müssen weder per Klinkenkabel angeschlossen werden, noch werden sie an der Kopfplatte angeheftet. Sie erkennen den Ton durch den resultierenden Schall. Jedoch gibt es dabei den Nachteil, dass Nebengeräusche als Störfaktoren fungieren. Sie eignen sich also nicht gerade für das Stimmen während des Konzerts auf der Bühne.

  • Perfekte Alternative für all jene, die sich mit dem Stimmen per Gehör schwertun
  • Erkennt die Frequenz via Mikrofon, Körperschall oder über den Tonabnehmer

Smartphone App

Im Laufe der Zeit haben sich einige Entwickler dazu entschieden eigene Smartphone Apps anzubieten. Diese funktionieren exakt gleich, wie Stimmgeräte mit eingebautem Mikrofon. Der große Vorteil einer App ist, dass das eigene Smartphone immer dabei ist und du rasch Zugriff darauf hast. Erfahre welche App die beste ist um die Ukulele zu stimmen. Hast du unterwegs kein Stimmgerät parat, dann stellt die Smartphone App eine gute Alternative dar. Langfristig kann sie aber kein Stimmgerät ersetzen. Schließlich kann Jahrzehnte langes Know-how nicht durch eine simple App ersetzt werden.

  • Gute Alternative zu herkömmlichen Stimmgeräten
  • Smartphone fast immer dabei
  • Kein unnötiger Platzverbrauch
  • Kann das Stimmgerät langanhaltend nicht ersetzen

Es gibt eine große Auswahl an Apps zum Stimmen

Schritt-für-Schritt Anleitung für die richtige Stimmung

Im Folgenden wird dir erklärt, wie du Saite für Saite für das perfekte Tuning sorgst. Achtest du auf alle Schritte, dann kann kaum etwas schief gehen.

Schritt 1: Stimmen der a-Saite

Wir fangen mit der höchsten Saite an. Schließlich liefert sie das a ab und dies ist unser Kammerton. Versuche über die Stimmgabel oder die Stimmpfeife den Ton zu stimmen. Schaffst du es nicht, dann hilf dir mit Stimmgerät oder App. Wichtig ist, dass du einen Referenzton hast. Dies kann eine Stimmgabel sein, aber genauso gut die Taste eines Klaviers, die Ukulele des Mitspielers oder doch der Ton aus einer Smartphone App. Da du die weiteren Saiten nach deiner Referenzsaite richtest, sollte diese möglichst genau sein. Nimm dir Zeit und stimme so lange, bis du mit dem Ton zufrieden bist.

Schritt 2: Das Tuning der e-Saite

Greife den fünften Bund der e-Saite und spiele den Ton ab. Es sollte ein a sein, was du nun gezupft hast. Klingt es gleich, wie die offene a-Saite? Wenn nicht, dann muss die Saite nachgestimmt werden. Versuche nun ein paar Akkorde zu spielen. Bereits mit den beiden Saiten kannst du einige Powerchords spielen und das Ergebnis sagt dir, ob diese optimal aufeinander abgestimmt sind.

Schritt 3: Die c-Saite

Nun wird das c auf der dritten Saite von unten gestimmt. Der Abstand zwischen c- und e-Saite beträgt vier Bünde. Das bedeutet, wenn du den vierten Bund der c-Saite greifst, dann solltest du ein e erhalten. Gehe vor, wie bei der Stimmung der e-Saite und probiere ein paar Akkorde mit allen drei Saiten aus. Wichtig ist, dass du nun auch prüfst, ob c- und a-Saite zusammenpassen. Wenn du auf der a-Saite den dritten Bund greifst, handelt es sich um ein c in der nächsthöheren Oktav.

Schritt 4: zu guter Letzt die g-Saite

Da diese eine Oktav höher ist im Vergleich zum Rest, gestaltet sich das Stimmen als etwas schwieriger. Dennoch gehst du nach dem gleichen Prinzip vor. Du spielst den zweiten Bund an und solltest dabei ein a herausbekommen. Ist dem nicht so, bedarf es einer entsprechenden Adjustierung der Saite.

Was sonst noch beachtet werden muss

Nach erfolgter Stimmung sollten nun alle vier Saiten ein ideales Klangbild ergeben. Ist dem nicht so, musst du da und dort etwas nachstimmen. Du musst dir immer vor Augen führen, dass es sich beim Stimmen, wie bei dem Spiel „Stille Post“ verhält: An jeder Schnittstelle gibt es einen Verlust an Information. Zum Schluss führt dies zu einem völlig anderen Ergebnis. Auch beim Stimmen ist der Übergang von Saite zu Saite immer ein kleines Risiko. Selbst Stimmgeräte können oftmals die Frequenz nicht optimal erkennen. Folglich kann es passieren, dass vielleicht a- und e-Saite gut aufeinander abgestimmt sind, die c-Saite aber nicht ganz dazu passt. Am wichtigsten ist, dass du trotzdem auf ein Stimmgerät zurückgreifst, wenn du mit dem Ergebnis nicht zufrieden bist. Es ist keine Schande und obendrein kommst du schneller ans Ziel. Dennoch solltest du auch das Stimmen nach Gehör erlernen. Du wirst mit Sicherheit in Situationen kommen, wo kein Stimmgerät verfügbar ist, und außerdem ist es auch das, was einen guten Musiker ausmacht.

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Übung macht den Meister

Des Weiteren spielt der Faktor Zeit eine große Rolle. Die Ukulele zu stimmen ist keine Tätigkeit, die locker nebenher gemacht wird. Nimm dir so viel Zeit, wie du benötigst. Nur mit der richtigen Stimmung klingt die Ukulele auch erst so richtig gut.

Die Saiten der Ukulele sind einer wahnsinnigen Spannung ausgesetzt. Mit Fortdauer der Zeit kann sich die Saite lockern und dies hat zur Folge, dass die Saite falsch gestimmt ist. Vor allem, wenn neue Saiten aufgezogen wurden, kann die Stimmung der Ukulele äußerst instabil sein. Für Stabilität sorgst du, indem du die Saite korrekt stimmst und danach mit mäßiger Kraft etwas in die Höhe ziehst. Schlägst du nun den Ton nochmals an, so wirst du merken, dass sich die Saite wieder verstimmt hat. Klar, denn du hast die Spannung verändert. Wiederhole diesen Vorgang mehrmals und du wirst merken, dass sich die Saite mit fortlaufender Durchführung immer weniger verstimmt, bis sie eine gewisse Stabilität hat.

Fazit

Die Ukulele richtig zu stimmen, gestaltet sich für viele Musiker als schwierige Geburt. Die weichen Nylonsaiten neigen dazu sich zu verstimmen, was sehr viel Nachjustierung erfordert. Während sich viele mit dem Stimmen per Gehör plagen, schafft das Stimmgerät viel Abhilfe. Ob es einfach nah an die Saiten gehalten wird oder an der Kopfplatte befestigt wird, so oder so sorgt das Stimmgerät für eine stabile und effiziente Stimmung des Instruments. Alternativ kann dies durch die App eines Smartphones erfolgen.

Übung macht den Meister gilt als Leitspruch zur Thematik. Du solltest deine Ukulele laufend stimmen und dies vorwiegend nach Gehör. Kommst du nicht weiter, dann ist es keine Schande auf das Stimmgerät zurückzugreifen.

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