Du willst deinen Drum-Sound endlich so klingen lassen, wie er sich in deinem Kopf anfühlt? Dann brauchst du die richtigen Mikrofone. Ob im Proberaum, beim Home-Recording oder auf der Bühne – 2026 gibt es für jedes Budget und jeden Einsatzzweck die passende Lösung. Die Wahl der richtigen Mikrofone ist entscheidend für die Aufnahmequalität deines Drum-Sounds.
Wichtigste Erkenntnisse
- Unterschiedliche Mikrofontypen für unterschiedliche Drums: Für Bassdrum, Snare, Toms und Overheads brauchst du spezialisierte Mikrofone – dynamische Modelle für die lauten, punchigen Elemente, Kondensator-Mikros für die feinen Details der Becken.
- Best Practices 2026: Bewährte Marken wie Sennheiser, Shure, Rode, Audix, Neumann und AKG liefern für jede Kategorie zuverlässige Lösungen – vom Shure Beta 52A für die Kick bis zum Neumann KM 184 für kristallklare Overheads.
- Setup nach Level: Einsteiger kommen mit 3–4 Mikros aus (Kick, Snare, Stereo-Overheads), während Profis auf 7–8 Kanäle mit hochwertigen Close-Mics und Premium-Overheads setzen.
- Kaufkriterien im Blick behalten: Achte auf Richtcharakteristik (Niere vs. Superniere), maximalen Schalldruckpegel (SPL), Frequenzgang und ob du für Live oder Studio aufnimmst.
- Mikrofonierung gezielt planen: Eine durchdachte Mikrofonierung ist entscheidend, um einen ausgewogenen Drum-Sound zu erzielen und jedes Drum-Element optimal abzubilden.
Drum-Mikrofone verstehen (für Einsteiger & Profis)
Als Drummer oder Bandmitglied weißt du: Ein Schlagzeug klingt nur so gut wie die Signalkette, die es einfängt. Wir bei BANDUP richten uns an ambitionierte Musiker und Bands, die ihren Drum-Sound 2026 auf das nächste Level bringen wollen – egal ob du gerade erst anfängst oder schon jahrelang hinter dem Kit sitzt.
Warum braucht man überhaupt spezielle Drum-Mikros? Ganz einfach: Die Schlagzeugaufnahme stellt besondere Anforderungen an Mikrofone, denn ein Schlagzeug erzeugt extreme Lautstärken von bis zu 160 dB SPL, ultraschnelle Transienten bei jedem Schlag, tiefe Frequenzen bis unter 50 Hz bei der Bassdrum und gleichzeitig feinste Obertöne bei den Becken. Ein normales Gesangsmikrofon würde bei diesen Anforderungen schnell an seine Grenzen stoßen – oder schlicht kaputtgehen.

Mikrofonbauarten im Überblick
Die Welt der Drum-Mikros lässt sich grob in drei Kategorien einteilen:
- Dynamische Großmembran-Mikrofone (z.B. Shure Beta 52A, AKG D112): Speziell für Bassdrums entwickelt, extrem belastbar, betonte Tiefbässe
- Dynamische Allrounder (z.B. Sennheiser MD421, Shure SM57): Vielseitig einsetzbar für Snare, Toms und sogar Kick
- Kleinmembran-Kondensatormikrofone (z.B. Neumann KM 184, Rode NT5): Ideal für Overheads, fangen feine Details und Transienten der Becken ein
Richtcharakteristiken verstehen
Die meisten Drum-Mikros arbeiten mit einer Niere-Charakteristik – sie nehmen hauptsächlich von vorne auf und blenden seitliche Geräusche aus. Für noch mehr Isolation einzelner Trommeln setzen viele Hersteller auf Superniere oder Hyperniere. Das wird besonders wichtig, wenn du verhindern willst, dass die Hi-Hat im Snare-Mikro landet oder die Toms sich gegenseitig übersprechen.
Allgemeine Kaufberatung: Worauf du bei Drum-Mikrofonen achten solltest
Bevor du Geld für Drum-Mikrofone ausgibst, solltest du verstehen, welche technischen Eigenschaften wirklich zählen. Die Fähigkeit eines Mikrofons, Transienten präzise abzubilden, ist entscheidend für einen natürlichen Drum-Sound. Dieser Abschnitt funktioniert als praxisnaher Ratgeber – auch wenn du eigentlich Gitarrist oder Producer in deiner Band bist.
Frequenzgang
Nicht jedes Mikrofon bildet alle Frequenzen gleich ab. Ein gutes Impulsverhalten ist besonders wichtig, um die schnellen Anschläge der Drums authentisch einzufangen. Für die Bassdrum brauchst du Mikros mit Betonung im Bereich von 50–80 Hz (für den tiefen Punch) und 3–5 kHz (für den Attack des Beaters). Snare- und Tom-Mikros arbeiten eher im Mittenbereich und brauchen Präsenz um 5–8 kHz für Durchsetzungskraft im Mix.
Maximaler Schalldruckpegel (Max SPL)
Ein kritisches Kriterium: Werte um 150–160 dB sind für Drums sinnvoll, um Verzerrungen zu vermeiden. Ein hoher Schalldruck ist für Drum-Mikrofone unerlässlich, damit sie auch bei lauten Schlägen sauber arbeiten. Dynamische Mikros verkraften diese Pegel problemlos, bei Kondensatormikrofonen solltest du die Specs checken.
Richtcharakteristik: Niere vs. Superniere
| Charakteristik | Vorteile | Nachteile | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Niere | Breite Aufnahme, verzeiht Positionsfehler | Mehr Übersprechung | Overheads, universelle Anwendung |
| Superniere | Weniger Übersprechung, fokussierter Sound | Präzise Positionierung nötig | Snare, Toms bei dichtem Setup |
| Hyperniere | Maximale Isolation, sehr geringe Übersprechung | Sehr empfindlich für seitliche Schallquellen, exakte Ausrichtung erforderlich | Einzelne Toms, Snare oder Kick bei lauten Bühnen, Live-Situationen |
Robustheit
Für Live-Gigs und den Proberaum sind Stöße, umfallende Stative und herumfliegende Sticks Alltag. Dynamische Klassiker wie das Shure SM57 oder Audix i5 überleben das problemlos. Empfindliche Kondensatormikrofone gehören eher ins kontrollierte Studio-Umfeld.
Kompatibilität und Technik
- XLR-Anschlüsse sind Standard bei professionellen Mikrofonen
- Phantomspeisung (48V) wird für Kondensatormikrofone benötigt
- Ausreichend hochwertige Preamps in deinem Audio-Interface oder Mixer sind essentiell
Empfehlung für Budget-Strategie: Lieber in gute Overheads und 1–2 Schlüsselmikros investieren als in sehr billige Komplettsets. Die Overheads prägen den Gesamtklang deines Kits mehr als jedes einzelne Close-Mic. (Leider ein häufiger Fehler)
Die besten Bassdrum-Mikrofone 2026
Die Kick ist das Fundament deines Drum-Sounds. Die Kick Drum (Bassdrum) spielt in vielen Musikstilen eine zentrale Rolle. Sie muss tief grollen und gleichzeitig mit genug Attack durch den Mix schneiden. Bassdrum-Mikrofone müssen extremen Schalldruck aushalten, Tiefbass ab 20 Hz abbilden und dabei wenig Übersprechung von den anderen Drums aufnehmen.
Best-Practice: Positionierung
Die klassische Variante bei der Mikrofonierung einer Bassdrum ist die Platzierung des Mikrofons im Resonanzfell-Loch. Dabei wird das Mikrofon etwa 5 bis 10 Zentimeter ins Innere des Kessels gerichtet, um eine ausgewogene Balance zwischen tiefem Bass und prägnantem Attack zu erzielen. Je näher das Mikrofon am Schlagfell positioniert wird, desto mehr Attack und Durchsetzungsvermögen erhält der Sound, während eine weiter entfernte Positionierung mehr Volumen und Body einfängt.
Für Profis ist es üblich, zwei Mikrofone zu kombinieren: Ein dynamisches Mikrofon wird innen am Schlagfell angebracht, um den Punch und die Transienten zu erfassen, während ein Grenzflächenmikrofon flach im Kessel platziert wird, um den tiefen, resonanten Bassanteil aufzunehmen. Diese Kombination ermöglicht eine maximale Kontrolle über den Kick-Sound im Mix und bietet vielfältige Möglichkeiten zur Klanggestaltung. Darüber hinaus sollte bei der Mikrofonierung auf eine gute Isolation geachtet werden, um Übersprechungen von Snare, Toms oder Becken zu minimieren und so einen klaren, definierten Bassdrum-Sound zu gewährleisten. Auch die Raumakustik und das Trommel-Setup spielen eine wichtige Rolle für das Endergebnis.

Produktempfehlungen 2026
Als nächstes findest du eine Liste mit den beliebtesten Mikrofone in der Kategorie, welche es bei Thomann zu kaufen gibt. Ich erkläre kurz warum: Zu den besten Bassdrum-Mikrofonen 2026 zählen das Shure Beta 52A, bekannt für seine betonten Tiefbässe und Robustheit, ideal für Live und Home-Recording. Das AKG D112 MKII liefert seit Jahrzehnten einen natürlichen Bassdrum-Sound und überzeugt durch hohe Schalldrucktoleranz. Das Sennheiser e902 bietet einen definierten, schnellen Kick-Sound und ist besonders für Live und Popproduktionen beliebt. Für Metal und dichte Mixe ist das Audix D6 mit seinem aggressiven Klang und klarem Attack eine hervorragende Wahl. Grenzflächenmikrofone wie das Sennheiser e901 fangen den tiefen Body der Kick im Kessel ein und sind besonders für feste Touring-Setups geeignet.
Die besten Snare-Mikrofone 2026
Die Snare ist das Herzstück deines Kits – sie definiert den Charakter deines Grooves. Die Snare Drum spielt in nahezu jedem Musikstil eine zentrale Rolle und sorgt mit ihrem prägnanten Klang für den unverwechselbaren Rhythmus. Snare-Mikrofone müssen daher nicht nur ein schnelles Ansprechverhalten besitzen, um die knackigen Transienten sauber einzufangen, sondern auch eine hohe Belastbarkeit aufweisen, um den dynamischen Schlägen und harten Rimshots standzuhalten, ohne zu verzerren. Die Wahl des richtigen Snare-Mikrofons beeinflusst maßgeblich, wie durchsetzungsfähig und präsent die Snare im Mix wirkt.
Best-Practice: Top- und Bottom-Mikrofon
Die klassische Mikrofonierung der Snare besteht aus mindestens einem Mikrofon, das von oben auf das Trommelfell gerichtet ist, um den Attack und den vollen Body des Instruments einzufangen. Viele professionelle Toningenieure ergänzen dieses Setup mit einem zweiten Mikrofon, das von unten auf den Teppich der Snare gerichtet wird, um die feinen, knackigen Geräusche der Snare-Drähte zu erfassen. Diese Kombination ermöglicht eine besonders detaillierte und lebendige Klanggestaltung.
Wichtig ist dabei, am Bottom-Mikrofon die Phasenumkehr zu aktivieren, um Phasenauslöschungen zwischen den beiden Signalen zu vermeiden. Nur so wird ein voller, klarer Snare-Sound erreicht, der im Mix optimal zur Geltung kommt. Zudem sollte bei der Positionierung beider Mikrofone auf einen guten Abstand geachtet werden, um Übersprechungen von Hi-Hat oder Toms möglichst gering zu halten.
Produktempfehlungen 2026
Gleich findest du eine Liste mit den beliebtesten Mikrofone in der Kategorie, welche es bei Thomann zu kaufen gibt. Ich erkläre kurz warum: Das Shure SM57 ist der unangefochtene Klassiker unter den Snare-Mikrofonen und wird auf unzähligen Produktionen von AC/DC bis Beyoncé eingesetzt. Es ist robust, günstig und sowohl für Einsteiger als auch Profis geeignet, weshalb es als „Goldstandard“ gilt. Das Audix i5 ist moderner als das SM57 und bietet mehr Attack und Klarheit. Es ist besonders beliebt bei Rock- und Metal-Drummern, die einen durchsetzungsstarken Snare-Sound bevorzugen. Das Sennheiser e904 ist ein kompaktes Clip-Mikrofon, das direkt am Rand der Snare befestigt wird und sich ideal für enge Bühnen und schnelle Aufbauten eignet. Sein stabiler Korb schützt die Kapsel bei versehentlichen Schlägen. Für Spezialfälle bieten sich High-End-Optionen wie das Beyerdynamic M201TG oder das Telefunken M80 an, die vor allem in Studios einen einzigartigen Snare-Charakter ermöglichen.
Praxis-Tipp: Hi-Hat isolieren
Um die Hi-Hat aus dem Snare-Mikro rauszuhalten, nutze die Richtcharakteristik: Drehe das Mikro leicht vom Hi-Hat weg, sodass dessen Schallquelle im “toten Winkel” der Superniere liegt.
Die besten Tom-Mikrofone 2026
Toms sollen druckvoll und definiert klingen, mit sauberen Transienten und vollem Body. Die Herausforderung besteht darin, möglichst wenig Übersprechung von Becken, Snare und anderen Trommeln einzufangen, um jedem Tom seinen eigenen klaren Klangcharakter zu bewahren.
Unterschiedliche Szenarien
Je nach Musikstil und Produktionsumgebung variiert die Mikrofonierung der Toms stark. Bei Rock, Metal oder Pop ist das Close-Miking jedes einzelnen Toms üblich, da hier maximale Kontrolle über den Klang und die Dynamik im Mix gewünscht wird. Diese Methode erlaubt es, jeden Tom einzeln zu bearbeiten und sorgt für einen präzisen, druckvollen Sound, der sich im Mix gut durchsetzt. Im Gegensatz dazu setzen Jazz-, Indie- oder akustischere Produktionen oft auf weniger Mikrofone, da hier die Overhead-Mikrofone einen größeren Teil des Drumsets abbilden und ein natürlicher, räumlicher Klang bevorzugt wird. In solchen Fällen werden die Toms eher als Teil des Gesamtklangs wahrgenommen und nicht so stark isoliert. Die Wahl der Mikrofonierung hängt also stark vom gewünschten Soundbild und dem Einsatzzweck ab.
Produktempfehlungen 2026
Und wieder findest du unten eine Liste mit den am häufig benutzen Mikrofone in der Kategorie, welche es bei Thomann zu kaufen gibt. Ich erkläre wieder warum: Das Sennheiser MD421-II ist ein vielseitiger Studio-Klassiker, ideal für große Toms und Floor-Toms. Das kompakte Sennheiser e604 (3er-Set) eignet sich perfekt für den Live-Einsatz durch schnellen Aufbau und robusten Sound. Speziell für Toms sind das Audix D2 (Racktoms) und D4 (Floor-Toms) mit betontem Attack sehr durchsetzungsstark. Mittelklasse-Optionen wie Shure PGA56 oder Beta 56A sind gut für Budget-Setups geeignet. Für platzsparende Live-Shows bieten die Mini-Kondensatormikrofone AKG C418 und C519 eine praktische Alternative.
Tipp zur Platzierung: Halte etwa 3–5 cm Abstand zum Fell, richte das Mikro zum Schlagzentrum und achte darauf, dass es nicht im Weg der Sticks hängt. Ein stabiler Korb um die Kapsel ist bei Live-Einsätzen Gold wert.
Die besten Overhead-Mikrofone 2026
Overheads sind die “Ohren des Zuhörers” – sie prägen den Gesamtklang deines Drumsets mehr als jedes andere Mikrofon. Overhead-Mikrofone nehmen dabei besonders den natürlichen Raumklang des Schlagzeugs auf. Sie fangen das komplette Kit in seiner räumlichen Dimension ein und liefern den natürlichen Becken-Sound. Dabei sind sie entscheidend, um das Schlagzeug lebendig und transparent wirken zu lassen, denn sie erfassen nicht nur die einzelnen Trommeln, sondern auch die räumliche Balance zwischen Snare, Toms, Bassdrum und Becken. Overheads sind meist Kleinmembran-Kondensatormikrofone mit einer Niere- oder Supernieren-Richtcharakteristik, die feinste Details und schnelle Transienten präzise wiedergeben. Ihre Positionierung über dem Drumset beeinflusst maßgeblich das Klangbild – je nachdem, wie hoch und in welchem Abstand sie angebracht sind, kann der Sound offener, direkter oder räumlicher ausfallen. In Kombination mit Close-Mikrofonen ermöglichen Overheads eine ausgewogene Mischung aus Detailtreue und Raumklang.
Best Practices für die Positionierung von Overhead-Mikrofonen
Um das volle Potential der Overheads auszuschöpfen, sollte die Mikrofonierung sorgfältig geplant werden. Klassisch werden die Mikrofone in einem Abstand von etwa 50 bis 70 cm über dem Schlagzeug in einem symmetrischen Abstand zur Snare platziert. Die Höhe beeinflusst dabei den Grad der Raumaufnahme: Höher positionierte Overheads fangen mehr Raumanteile ein und erzeugen einen natürlicheren, luftigen Klang, während niedrigere Positionen den direkten Sound der Becken und Trommeln stärker betonen.
Für ein ausgewogenes Stereo-Bild empfiehlt sich die Verwendung bewährter Stereo-Techniken wie ORTF oder XY, die Phasenprobleme minimieren und eine realistische Klangabbildung ermöglichen. Achte darauf, dass die Overheads nicht direkt auf die Bassdrum zeigen, um eine zu starke Betonung des Kicks zu vermeiden. Zudem ist die Ausrichtung der Mikrofone wichtig, um Übersprechungen von Hi-Hat oder Snare zu kontrollieren und den Klang klar und definiert zu halten. Experimentiere mit kleinen Positionsveränderungen, um den besten Sound für dein Setup und deinen Raum zu finden.

Stereo-Techniken im Überblick
- ORTF: Zwei Mikros im 110°-Winkel, 17 cm Abstand – natürliches Stereobild
- XY: Kapseln direkt übereinander, 90°-Winkel – mono-kompatibel, kompakt
- Spaced Pair: Zwei Mikros mit größerem Abstand – breites Stereobild, aber Vorsicht bei Phasenproblemen
Produktempfehlungen 2026
Das Rode NT5 Stereoset ist ein Preis-Leistungs-Hit für Home-Studios mit klarer Beckenabbildung und beliebt bei Einsteigern. Das Neumann KM 184 Stereoset bietet im professionellen Studio einen extrem detaillierten, natürlichen Sound. Das AKG C451 B Paar überzeugt mit brillanter Höhenwiedergabe, ideal für Pop- und Rock-Overheads. Die schlanken Sennheiser e614 sind gut für Live-Overheads und Percussion und günstiger als Premium-Modelle. Bändchen-Mikrofone liefern warme, weiche Overhead-Sounds, perfekt für Vintage-Rock und Jazz.
Technik-Tipps
- Phantomspeisung (48V) muss aktiviert sein
- Pegel sauber aussteuern – Overheads clippen schneller als dynamische Mikros
- Raumakustik beachten: Decke, Wände und Teppiche beeinflussen den Sound massiv
Online Schlagzeug lernen
Bevor du viel Geld in Mikrofone steckst, macht es Sinn, zuerst solide Timing- und Dynamikkontrolle zu entwickeln. Moderne Online-Kurse und YouTube-Kanäle bieten exzellente Möglichkeiten, deine Fähigkeiten zu verbessern – und das oft kostenlos oder für wenig Geld.
Gleichzeitig können gute Mikros beim Üben und Recorden extrem motivieren: Wenn du hörst, wie gut du eigentlich klingst, macht das Üben gleich doppelt Spaß. Aufnahmen von dir selbst sind außerdem das beste Feedback-Tool überhaupt.

Kursempfehlung: Der Kurs Schlagzeug lernen mit Mario Garruccio auf music2me bietet einen strukturierten Einstieg für Anfänger und Fortgeschrittene. Mit Video-Lektionen, Play-Alongs und direktem Feedback entwickelst du systematisch deine Skills am Kit.
Vergleich und Empfehlungen 2026: Welche Drum-Mikrofone passen zu dir?
Mit all den Optionen kann die Auswahl überwältigend sein. Die folgende Tabelle gibt dir einen schnellen Überblick, welches Setup zu deinem Level und Budget passt.
| Setup-Typ | Einsatz | Bassdrum | Snare | Toms | Overheads | Preisspanne (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Einsteiger | Home-Recording, Proberaum | Shure Beta 52A oder AKG D112 MKII | Shure SM57 | Sennheiser e604 (3er-Set) | Rode NT5 Stereoset | 700–1.000 € |
| Fortgeschritten | Ambitionierte Bands, kleine Studios | Audix D6 oder Sennheiser e902 | Audix i5 | Audix D2/D4 Mix | AKG C451 B (Paar) | 1.200–1.800 € |
| Profi | Studio, Produktionen | AKG D112 MKII + Grenzfläche (z.B. Sennheiser e901) | SM57 + Bottom-Mikro | Sennheiser MD421-II | Neumann KM 184 Stereoset | 3.000–4.500 € |
Hinweis: Die Preise sind Richtwerte für 2026 und können je nach Händler variieren. Drum Mikrofon Sets bieten oft günstigere Einstiegspunkte.
Drum-Mikrofonsets vs. Einzelkauf
Eine der häufigsten Fragen: Lohnt sich ein komplettes Set oder solltest du Mikrofone einzeln kaufen?
Vorteile von Sets
- Abgestimmte Mikrofone: Die Hersteller haben die Kombination bereits getestet
- Praktisches Zubehör: Meist inklusive Koffer, Halterungen und manchmal XLR-Kabel
- Günstiger Einstieg: Ideal für Einsteiger und Bands mit knappem Budget
- Schneller Start: Auspacken, aufbauen, loslegen
Beispiele 2026: Das AKG Drum Set Session I (ca. 330 €) enthält alles für den Start – dynamische Mikros für Kick, Snare und Toms plus zwei Kondensatormikrofone für Overheads. Ähnliche Sets gibt es von Shure, Audix und anderen Herstellern.
Vorteile des Einzelkaufs
- Gezielte Investition: Du kaufst genau den Sound, der zu deinem Stil passt
- Schrittweises Aufrüsten: Heute die Overheads, nächsten Monat die Kick
- Keine Kompromisse: Metal-Drummer braucht andere Mikros als Jazz-Drummer
Kompromiss-Vorschlag
Kauf dir ein günstiges Set als Basis und ersetze nach und nach einzelne Komponenten durch höherwertige Modelle. Die Overheads oder das Bassdrum-Mikro sind dabei die sinnvollsten ersten Upgrades.

Praxis-Tipps für Recording & Live mit Drum-Mikrofonen
Hier eine kompakte Checkliste, die du vor jedem Soundcheck oder Recording nutzen kannst:
Positionierung
- Snare-Mikro: 2–5 cm über dem Rim, 45° zum Fell geneigt, vom Hi-Hat weggedreht
- Kick-Mikro: Nicht zu tief in den Kessel, sonst fehlt der Attack
- Tom-Mikros: Gleichmäßiger Abstand zum Fell bei allen Toms
- Overheads: Symmetrisch zum Snare-Zentrum ausrichten (nicht zur Kick!)
Gain-Staging
Stell den Gain am Interface oder Mischpult so ein, dass bei den lautesten Schlägen noch etwa 6 dB Headroom bleiben. Nichts sollte clippen – digitale Verzerrungen klingen furchtbar und sind nicht reparierbar.
Phasenprobleme vermeiden
Bei Mehrmikrofon-Setups entstehen Phasenverschiebungen, wenn der Schall die verschiedenen Mikrofone zu unterschiedlichen Zeiten erreicht. Um dem entgegenzuwirken, sollte man den Invert-Schalter am Bottom-Snare-Mikrofon aktivieren und die Abstände der Mikrofone zueinander sorgfältig prüfen. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, die sogenannte 3:1-Regel anzuwenden, bei der der Abstand zwischen den Mikrofonen mindestens dreimal so groß sein sollte wie der Abstand eines Mikrofons zum Schlagfell.
Schreib uns in den Kommentaren, warum du so abgestimmt hast!
Raumakustik optimieren
Selbst die teuersten Overhead-Mikrofone klingen in einem kahlen Raum oft enttäuschend. Um den Klang in deinem Proberaum oder Home-Studio deutlich zu verbessern, ist es wichtig, die Raumakustik gezielt zu optimieren. Dazu gehört, Teppiche auf dem Boden auszulegen, die den Schall dämpfen und Reflexionen reduzieren. Ebenso sollten Vorhänge oder spezielle Absorber an den Wänden angebracht werden, um störende Nachhallzeiten zu minimieren. Wenn möglich, empfiehlt es sich, Deckensegel zu installieren, die den Schall von oben aufnehmen und so für eine ausgewogene Klangverteilung sorgen.
Besonders problematische Raumecken sollten mit Bassfallen behandelt werden, da sich dort oft tieffrequente Schallanteile ansammeln, die den Gesamtklang negativ beeinflussen können. Durch diese Maßnahmen schaffst du eine akustisch angenehme Umgebung, in der deine Overhead-Mikrofone ihr volles Potenzial entfalten können und dein Drum-Sound klar und ausgewogen aufgenommen wird.
Auf BANDUP findest du weitere Artikel zu Home-Recording, Bandorganisation und Musik-Marketing für Drummer und Bands.
FAQ – Häufige Fragen zu Drum-Mikrofonen
Wie viele Mikrofone brauche ich mindestens für ein gutes Drum-Recording?
Das absolute Minimum sind 2 Overheads plus 1 Kick-Mikrofon – damit fängst du bereits ein komplettes, natürlich klingendes Drumkit ein. Die klassische 4-Mikrofon-Lösung (Kick, Snare, Stereo-Overheads) gibt dir deutlich mehr Kontrolle im Mix. Der Schritt zu 7–8 Mikros wird sinnvoll, wenn du jeden Teil des Kits separat bearbeiten möchtest oder in lauten Genre wie Metal arbeitest.
Brauche ich für die Hi-Hat ein eigenes Mikrofon?
In den meisten Fällen fangen die Overheads die Hi-Hat ausreichend ein. Ein separates Hi-Hat-Mikrofon lohnt sich bei sehr leisen Becken, wenn du die Hi-Hat im Mix stark bearbeiten willst, oder bei komplexen Hi-Hat-Patterns, die besondere Präsenz brauchen. Viele professionelle Produktionen verzichten bewusst darauf.
Welche Mikrofone eignen sich für sowohl Live als auch Studio?
Dynamische Klassiker wie das Shure SM57, Audix i5 und die Sennheiser e604-Serie funktionieren in beiden Welten hervorragend. Bei Kick-Mikrofonen sind Beta 52A, D112 und Audix D6 echte Allrounder. Der Vorteil: Du musst nicht doppelt investieren und kennst den Sound deiner Mikros in jeder Situation.
Kann ich mit günstigen Mikrofonen professionelle Ergebnisse erzielen?
Absolut. Spieltechnik, Stimmung des Drumsets, der Aufnahmeraum und die Mikrofon-Positionierung sind oft wichtiger als der letzte 10%-Klangvorteil teurer Mikros. Ein Rode NT5, SM57 oder e604 liefert in geübten Händen exzellente Ergebnisse. Investiere lieber in Übung und Raumakustik, bevor du Tausende für Mikrofone ausgibst.
Was ist wichtiger – gute Overheads oder gute Close-Mics?
In den meisten Fällen definieren die Overheads den Gesamtklang deines Kits stärker als die Close-Mics. Sie fangen das natürliche Verhältnis aller Drum-Komponenten ein und liefern den Raum-Sound. Empfehlung: Investiere zuerst in solide Overheads (z.B. Rode NT5 oder AKG C451 B) und rüste erst danach die Close-Mics auf. Ein gutes Paar Overheads mit einem mittelmäßigen Kick-Mikro klingt besser als umgekehrt.
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