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Im Proberaum und auf der Bühne zählt für gewöhnlich die Devise „the bigger the better“ – am besten gleich meterhohe Marshall-Stacks, die sich bis zur elf aufdrehen lassen und ein Erdbeben der Stärke 12 verursachen. Zu Hause sieht das allerdings anders aus. Da braucht es eher etwas Kleines, das dennoch soundtechnisch alle Wünsche bedient. Und am besten auch noch cool aussieht. Vorhang auf für den Blackstar FLY 3 Mini Amp Vintage Cream. Der kleine Amp sieht vielversprechend aus – aber was kann er wirklich?


Produkt
Anwendung
Fazit und Bewertung


Zurück in der Zeit

Die Marke Blackstar wurde zwar nicht bei unserem Gitarren-Verstärkern-Test aufgezählt und mag nicht jedem ein Begriff sein. Dennoch ist sie ein ziemlich profilierter Hersteller für High-End-Verstärker – und das, obwohl es das Unternehmen noch keine zwanzig Jahre gibt. 2004 in Großbritannien gegründet, wurde das von vier Musikern gegründete Unternehmen schnell zu einem Geheimtipp in Sachen Gitarre lauter machen, und selbst Rocker wie Gus G. wurden Fans von Blackstar. Mittlerweile umfasst deren Angebot sämtliche Größen und Varianten – von den ganz großen zu den ganz kleinen. Der Blackstar FLY 3 Mini Amp Vintage Cream ist genau das: klein. Perfekt zum Üben für zu Hause. Außerdem ist der Combo-Verstärker für gerade mal 77 Euro zu haben – der Orange Crush kostet genau das dreifache.

Da der Vergleich nun sowieso schon gezogen wird, kann auch gleich auf Oberflächlichkeiten eingegangen werden. Denn genau wie die Modelle von Orange setzt der Blackstar FLY 3 Mini Amp Vintage Cream auf Retro-Charme. Und das gekonnt. Die cremefarbene Bemalung steht dem kleinen Kasten verdammt gut. Vor allem in Kombination mit der hellbraunen Membran verleiht das Gerät einen unübersehbaren 70er-Jahre Flair. Ist auf jeden Fall spannender als immer dieses eintönige schwarz.

Was bringt der Blackstar FLY 3 Mini Amp Vintage Cream mit?

Einer der einschlägigsten Fähigkeiten des kleinen Übungs-Amps ist, dass er über Batterie läuft. Zwar kann man ihn auch bequem per Netzteil mit Energie versorgen (das allerdings nicht mitgeliefert wird), praktisch ist das in Anbetracht auf Mobilität und etwaige Outdoor-Nutzung allerdings nicht.

Doch kann so ein Batterie-Verstärker überhaupt gut klingen? Die Verarbeitung macht jedenfalls schon mal einen guten Eindruck. Gerade mal knapp ein Kilo bringt der kleine Kasten auf die Waage und steht stabil auf vier kleinen Gummifüßchen, die ihn auch bei der größten Input-Belastung fest auf dem Boden fixieren sollten. Leider fehlt eine Trageschlaufe fürs noch bequemere schleppen, aber bei seinen schmächtigen Maßen von 170 x 126 x 102 mm fällt das ohnehin nicht schwer.

Als Gitarren-Verstärker oder Musikbox verwendbar

Auf der Oberseite findet man die Potis. Da gibt es alles, was man zur Soundregulierung so braucht: Gain, Volume, EQ und sogar überraschenderweise ein Delay. Gerade so eine Funktion sucht man bei Amps dieser Preisklasse vergebens. Eine weitere Überraschung verbirgt sich in Form des kleinen Equalizer-Drehers. Dieser verwendet nämlich die sogenannte ISF-Technik, was für Infinite Shape Feature steht. Das wiederum steht für eine mögliche Mischung aus amerikanischem und britischem Amp-Sound steht. Heißt je nachdem wie der Regler steht, erzeugt man eine der beiden Klangrichtugen – oder in der Mitte eine Mischung aus beiden.

Des Weiteren findet sich noch ein Klinkenanschluss, mit dem sich jedes Musikabspielgerät anschließen lässt und natürlich der Anschluss für die Klampfe. Ach ja, noch eine Überraschung: Der Blackstar FLY 3 Mini Amp Vintage Cream besitzt sogar zwei Kanäle, die sich einfach per Knopfdruck umschalten lassen. Angetrieben wird der Amp wie bereits erwähnt mit sechs AA-Batterien, die im Gegensatz zum Netzteil bereits im Lieferumfang inbegriffen sind.