Wir bei BANDUP haben die MyGroove Bass Academy über mehrere Wochen im Alltag getestet – nicht als schnellen Blick auf die Oberfläche, sondern als ernsthafte Übungsroutine neben Bandprobe und Homerecording. Was dabei herauskam, ist ein ehrlicher Erfahrungsbericht für alle, die wissen wollen, ob diese Lern-App den Einstieg in den E-Bass wirklich erleichtern kann.
Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde unabhängig von MyGroove verfasst. Wir haben die Bass Academy selbst getestet und basieren unsere Einschätzungen auf persönlichen Erfahrungen sowie Nutzerfeedback.
Der Vorteil dabei und exklusiv für unsere Community: Mit dem Gutscheincode BANDUP20 erhältst du 20 % Rabatt auf deinen Einkauf im MyGroove-Shop. Nutze den Code direkt hier und starte dein Schlagzeug-Abenteuer mit MyGroove noch günstiger!
Wichtigste Erkenntnisse
- Die MyGroove Bass Academy ist ein interaktives Lernangebot für E-Bassisten, aufgebaut und geführt von der Session-Bassistin Julia Hofer. Der Kurs gliedert sich logisch in Basic, Advanced und Pro Grades mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
- Der Dreischritt aus Explore, Groove und Perform verwandelt passives Videoschauen in aktives Musizieren. Beim täglichen Üben spürt man den Unterschied zu YouTube-Tutorials deutlich: Man greift schneller selbst zum Instrument.
- Die Academy richtet sich vor allem an Anfänger, Wiedereinsteiger und Hobby-Bassisten, kann aber auch Songwriter und Produzenten dabei unterstützen, eigene Basslinien authentischer einzuspielen.
- Mit einer Bewertung von 4,4 von 5 Sternen bei 397 Nutzerbewertungen zeigt die App, dass das Konzept bei vielen Musikern ankommt – trotz vereinzelter technischer Schwächen.
- MyGroove ist eine ernstzunehmende Alternative zu klassischem Unterricht und unstrukturierten Online-Videos, besonders für Leute mit wenig Zeit.
Was ist die MyGroove Bass Academy?
Die MyGroove Bass Academy ist ein eigenständiger Lernpfad innerhalb der MyGroove App, spezialisiert auf E-Bass. Die Inhalte sind online über die App abrufbar – auf iOS und Android, vom Smartphone bis zum iPad.
MyGroove ist seit etwa 2021/2022 als Plattform für Band-Instrumente erhältlich und bietet Unterricht für sechs verschiedene Instrumente an: Bass, E-Gitarre, Drums (unter anderem mit Thomas Lang), Klavier, Gesang und Percussion. Die monatlichen Kosten für MyGroove betragen 19,99 Euro, alternativ gibt es ein Jahresabo für 179,99 Euro. Mit dem Gutscheincode BANDUP20 erhältst du 20 % Rabatt auf dein Abo. Nutze den Code direkt hier!
Unser Test legt den Fokus bewusst auf das Lernkonzept und die Qualität der Lektionen – nicht auf den Anmeldeprozess oder das Setup. Die Bass Academy hat in der App einen eigenen, klar beschrifteten Bereich, den jemand auch ohne Vorerfahrung sofort findet.
Für wen ist die Academy gedacht? Kurz gesagt: Für alle, die Bass lernen möchten – vom kompletten Neuling über den Wiedereinsteiger bis zum Hobby-Bassisten, der neben der Bandprobe strukturiert üben will. Auch Songwriter, die solide Basslinien selbst einspielen möchten, finden hier einen direkten Weg.
Aufbau der MyGroove Bass Academy mit Julia Hofer
Die Academy wurde von der Bassistin Julia Hofer entwickelt. Hofer ist gebürtige Klagenfurterin, studierte Bass unter anderem bei Uli Langthaler am Konservatorium Klagenfurt und arbeitete als Session-Bassistin für Studio- und Live-Produktionen. Ihre Social-Media-Präsenz – ein Video wurde sogar von Bootsy Collins entdeckt und brachte ihr tausende Aufrufe – macht sie zu einer der sichtbarsten Bass-Pädagoginnen im deutschsprachigen Raum. Neben Julia Hofer unterrichten unter anderem auch Agata Zamirska, Ben Jud, Christian Diener, Henrik Linder, Juan Camilo Villa Robles, Loreen Sima, Sophie Chassée und Thomas Stieger in der MyGroove Bass Academy.
Die Struktur der Academy gliedert sich in drei Leistungsstufen mit je vier Grades:
| Stufe | Grades | Zielgruppe | Typische Themen |
|---|---|---|---|
| Basic | Grade 1–4 | Einsteiger, Wiedereinsteiger | Haltung, einfache Achtel-Grooves, erste Songs, Grundlagen der Technik |
| Advanced | Grade 1–4 | Fortgeschrittene | Synkopen, Licks, Genre-spezifische Grooves, Akkordspiel |
| Pro | Grade 1–4 | Erfahrene Spieler | Komplexe Rhythmus-Patterns, Walking-Bass, Studiopraxis, Artikulation |
Die App bietet drei Lernlevel – Anfänger, Fortgeschrittene, Profis – und ein Einstiegstest hilft Nutzern, das richtige Niveau zu finden. So landet man nicht in zu leichten oder zu schweren Lektionen.
Themen, die durch alle Grades wiederkehren: Warm-Up-Übungen, Skalen, Timing und Groove, Songs & Riffs, Spieltechniken und Ausdruck. Die Schwierigkeitssteigerung von Basic 1 bis Pro 4 wirkt im Test konsequent – größere Sprünge, bei denen Anfänger „abrutschen“ könnten, sind uns nicht aufgefallen. Jeder Schritt baut erkennbar auf dem vorherigen auf.
So läuft eine typische Lektion ab
Eine konkrete Lektion – etwa aus dem Basic-Bereich zum Thema Groove-Variationen – besteht typischerweise aus 4 bis 10 sehr kurzen Videos mit einer Länge von je 1 bis 5 Minuten. Diese Art der Aufteilung macht das Format ideal für kurze tägliche Übesessions von 15 bis 20 Minuten.
Der Ablauf innerhalb einer Lektion folgt einem klaren Muster:
- Kurze Erklärung – Julia Hofer stellt das Konzept vor, erklärt Theorie in einfachen Worten.
- Demonstration am Bass – Sie spielt die Passage vor, zeigt Griffe und Anschlagstechnik.
- Übertragung auf einen Song oder Groove – Das Gelernte wird direkt in einen musikalischen Kontext gesetzt.
Die Lektionen bieten Multi-Kamera-Winkel für detaillierte Anleitungen: Griffhand, Schlaghand und Gesamtansicht. Eingeblendete Tabs und ein Backing Track im Mix helfen bei der Orientierung. Die Temporampe erlaubt das Verlangsamen und Loopen von Passagen – ein Detail, das besonders beim Erarbeiten schwieriger Stellen den Unterschied macht.
Sind die Erklärungen verständlich? Ja, durchgehend. Julia Hofer spricht ruhig, erklärt ohne Fachjargon-Überlastung und gibt genug Raum zum Nachvollziehen. Man wird nicht überfahren, sondern angenehm mitgenommen – auch bei praxisnahen Bezügen auf typische Band-Situationen in Pop, Rock und Funk.



Die drei Lernmodi im Detail: Explore, Groove, Perform
Jede Lektion enthält drei Modi, und dieser Dreischritt ist das Herzstück der MyGroove Bass Academy. Laut den Support-Dokumenten von MyGroove existieren Explore, Groove und Perform als eigenständige Komponenten.
Explore
Im Explore-Modus schaut und hört man zunächst nur zu. Julia Hofer erklärt langsam, zeigt Griffbilder, Rhythmus und Feel. Das Tempo ist angenehm dosiert – Theorie kommt in kleinen Häppchen, nie als trockener Monolog. Für Anfänger ist das die Phase, in der Vertrauen ins eigene Verständnis wächst.
Groove
Im Groove-Modus wird aktiv mitgespielt. Das Playback läuft, Julia Hofers Bass ist noch hörbar als Orientierung, dazu gibt es Timing-Unterstützung durch visuelle Hinweise. Die App ermöglicht das Üben mit echten Bandaufnahmen – kein steriler Klick, sondern ein interaktives Band-Feeling, das durch Backing-Tracks unterstützt wird. Das Nachspielen ist realistisch machbar, auch wenn manche Passagen Anfänger ins Schwitzen bringen. Genau das erzeugt den Übungseffekt.
Perform
Im Perform-Modus spielt man alleine zum Backing Track, ohne ständige Erläuterung. Der Fokus liegt auf eigenständigem Musizieren. Hier kommt die KI ins Spiel: MyGroove nutzt KI zur Analyse von Rhythmus und Tonhöhe und bietet direktes Feedback zum eigenen Spiel durch Analytik. Die Rückmeldung auf Timing, Notentreffer und Phrasierung gibt einem das Gefühl einer echten Performance-Bewertung.
Subjektiver Eindruck: Der Perform-Modus fühlt sich am meisten nach „echter Probe mit Band“ an. Hier spürt man den größten Übeeffekt, weil man nicht mehr abschauen kann. Der Wechsel von passivem Schauen zu aktivem Spielen ist der Punkt, an dem Motivation und Spaß deutlich steigen.
Wie gut funktioniert das Lernkonzept in der Praxis?
Dieser Abschnitt bildet den Kern unseres Tests und bezieht sich auf mehrere Wochen tägliches Üben mit der Bass Academy.
Der Dreischritt Explore–Groove–Perform nutzt sinnvolle Lernpsychologie: vom Hören und Verstehen über geführtes Mitspielen bis zum eigenständigen Performen. Das ist kein Zufall – dieses Prinzip kennt jeder Lehrer aus dem Instrument-Unterricht, nur eben in eine App verpackt.
Fördert die MyGroove App wirklich aktives Musizieren? Unsere Antworten: Ja, deutlich besser als reine Video-Kurse. Die Gefahr, Videos nur passiv „wegzubingen“, ist gering, weil der Groove-Modus und der Perform-Modus das Instrument in die Hand zwingen.
Vergleich mit YouTube-Tutorials:
| Kriterium | YouTube | MyGroove Bass Academy |
|---|---|---|
| Lernpfad | Einzelvideos, kein roter Faden | Strukturierte Grades mit klarem Level-System |
| Feedback | Keines | KI-gestützte Bewertung von Rhythmus und Ton |
| Band-Feeling | Selten Backing Tracks | Echte Band-Performances zum Mitspielen |
| Flexibilität | Jederzeit, aber unstrukturiert | 24/7 Zugriff mit personalisiertem Übungsplan |
Im Vergleich der besten Online-Basskurse zeigt sich: MyGroove setzt stärker auf aktives Musizieren als die meisten anderen Plattformen.
Wo bleibt persönlicher Unterricht überlegen? Bei sehr individuellen Fehler-Korrekturen – etwa Fehlhaltungen, die nur ein Lehrer vor Ort sehen kann – und bei speziellen Fragen zu Jazz-Kontrabass oder Aufnahmeprüfungen. Die Coaches bei MyGroove – darunter bekannte Artists wie Julia Hofer, Thomas Lang für Drums und Martin Grubinger für Percussion – bieten exzellente Anleitungen, aber keine 1:1-Interaktion.
Konkrete Lernerfahrungen: Fortschritte, Aha-Momente und Hürden
Ich bin mit Gitarrenvorkenntnissen und rudimentärer Bass-Erfahrung in die Academy eingestiegen – klassischer Wiedereinsteiger nach mehrjähriger Pause.
Die Academy legt großen Wert auf die Grundlagen des Bassspiels, wie etwa die richtige Haltung, Grifftechnik und Anschlag mit Fingern oder Plektrum. Warm-up-Übungen stärken die Fingerkraft und Flexibilität, während Skalen- und Pattern-Übungen die Fingerkoordination fördern. Besonders hilfreich sind die Lektionen zu typischen Basslinien, die den Groove prägen, etwa die Achtel- und Synkopenmuster im Funk oder die Walking-Bass-Läufe im Jazz. Auch Techniken wie Slap, Pop und Hammer-ons werden detailliert erklärt und mit Übungen begleitet, sodass man sie gezielt in den eigenen Stil integrieren kann. Die Verbindung von Theorie und Praxis, etwa das Anwenden von Tonleitern auf Akkordfolgen, hilft, eigene Basslinien kreativ zu gestalten und nicht nur vorgegebene Riffs nachzuspielen.
Vorteile: Besonders überzeugt haben die klar strukturierte Gestaltung der Basic Grades 2 und 3 sowie das motivierende Songmaterial, das im Groove-Modus sofort Spaß macht. Ein spezielles Prinzip, das hilft, eigene Basslinien aus Akkordfolgen zu entwickeln, war für mich als Songwriter ein echter Aha-Moment. Die Lektionen vermitteln nicht nur technische Fertigkeiten, sondern auch musikalisches Verständnis für den Bass als rhythmisches und harmonisches Fundament. So wird etwa das Zusammenspiel mit Schlagzeug und Gitarre praxisnah erklärt, was das Gefühl für Groove und Timing deutlich verbessert. Die Vielfalt der Genres in Pop, Rock und Funk sorgt dafür, dass man nicht nur trockene Übungen absolviert, sondern praxisnah und abwechslungsreich lernt.
Nachteile: Offbeat-Betonungen im Advanced-Bereich haben anfangs für Fehler gesorgt, wobei die Temporampe zum Verlangsamen hier besonders hilfreich war. Im Pro-Bereich stellen Slap-Technik und komplexere Grooves eine echte Herausforderung dar und erfordern hohe Konzentration.
Wo Fortschritte schnell spürbar waren:
- Beim Timing: Schon nach zwei Wochen saßen einfache Achtel-Linien deutlich stabiler.
- Beim Mitspielen zu Rock- und Pop-Backings: Das Band-Feeling motiviert enorm und schult das Zusammenspiel.
- Beim Lesen einfacher Bass-Tabs – die visuelle Darstellung in der App hat den Lernprozess beschleunigt.
Im Alltag fühlen sich 15 bis 20 Minuten pro Session ideal an. Ob in der Mittagspause im Homeoffice oder abends mit Kopfhörer auf dem Sofa – die kurzen Lektionen passen in jeden Zeitplan. Wer übrigens nach dem passenden Instrument sucht: Unsere Übersicht der besten E-Bässe im Vergleich hilft bei der Auswahl.



Für wen lohnt sich die MyGroove Bass Academy wirklich?
Die Bass Academy ist nicht für jeden Bassisten gleich sinnvoll – eine realistische Einordnung:
Komplette Anfänger: Basic Grade 1–4 holt absolute Neulinge ab. Innerhalb weniger Wochen kann man erste Songs begleiten. Das Skill Assessment sorgt dafür, dass man auf dem richtigen Level startet, ohne sich im Profil zu über- oder unterschätzen. Die App ermöglicht flexibles Üben rund um die Uhr, was gerade für Menschen mit unregelmäßigen Zeitplänen enormen Wert hat.
Wiedereinsteiger: Die Academy eignet sich hervorragend, um alte Technik aufzufrischen, den Groove zu verbessern und wieder bandtauglich zu werden. Der strukturierte Weg durch die Grades erspart das planlose Suchen nach dem nächsten YouTube-Video.
Fortgeschrittene Spieler: Advanced und Pro Grades bieten Feinschliff in Timing, Genre-spezifischen Grooves und Studio-Situationen. Für sehr spezialisierte Stilrichtungen oder Prüfungsvorbereitungen bleibt ein persönlicher Lehrer aber die bessere Wahl.
Blick über den Bass hinaus: Wer als Bandmusiker mehrere Instrumente verstehen will, findet in der MyGroove App auch Kurse für E-Gitarre, Drums mit Thomas Lang, Percussion mit Martin Grubinger, Klavier und Gesang. Thomas Hechenberger, der Gründer und CEO hinter MyGroove, hat die Plattform bewusst als Ökosystem für alle Band-Instrumente konzipiert. Auch ein Mikro lässt sich für die Gesangskurse nutzen. Einen Vergleich von Gitarren-Lern-Apps haben wir ebenfalls auf BANDUP.
Fazit: MyGroove Bass Academy aus Sicht von BANDUP
Die MyGroove Bass Academy überzeugt als durchdachte Lern-App für den E-Bass-Einstieg. Die Kombination aus kurzen Videos, klaren Grades und den drei Modi Explore–Groove–Perform ist die größte Stärke des Programms. Für Einsteiger und Wiedereinsteiger ist das Angebot stark, für Fortgeschrittene solide – und das zu einem Preis, der unter dem einer einzelnen Unterrichtsstunde liegt.
Ehrliche Schwächen: Die App hat technische Probleme, die Nutzer gelegentlich frustrieren – etwa Ladezeiten oder Verbindungsabbrüche auf älteren Geräten. Bluetooth-Kopfhörer werden im Perform-Modus automatisch deaktiviert, was anfangs irritiert. Außerdem fehlt die 1:1-Interaktion einer Musikschule, und die Stil-Auswahl deckt nicht alle existierenden Bassstile ab. Werbung für Premium-Features innerhalb der App ist vorhanden, aber nicht aufdringlich.
Unser Tipp: Lade die MyGroove App herunter, starte mit Basic Grade 1 oder 2 und nimm dir 14 Tage lang täglich 15 Minuten. Höre parallel deine Lieblingssongs und versuche, das Gelernte zu übertragen. Das ist der schnellste Weg, um zu spüren, ob die Bass Academy zu deinem Musikeralltag passt.
Die MyGroove Bass Academy mit Julia Hofer ist für viele BANDUP-Leser eine sinnvolle Ergänzung zu Bandprobe, Songwriting und Homerecording – und ein Weg, der Erfolg nicht nur verspricht, sondern in kleinen, täglichen Schritten erlebbar macht.





Keine Kommentare