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Sie ist die wichtigste und ikonischste Gitarre des Heavy Metal: die Gibson SG. Gespielt von Angus Young und dem Vater des Metals, Tony Iommi. Aber um dieses Modell soll es in dieser Review gar nicht gehen – sondern um die günstigere Variante aus dem Hause Epiphone. Dennoch handelt es sich hierbei um ein Signature Modell von Iommi höchstpersönlich. Grund genug einmal nachzusehen, was die Gitarre so kann.


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Fazit und Bewertung


Hand Of Doom

1970 veränderte ein einfaches Riff die Musikwelt für immer. Als sich vier junge Typen aus Birmingham zusammensetzten, um etwas düstere Rockmusik zu spielen, als die, die zu jener Zeit angesagt war, legten sie den Grundstein für das, das schließlich einmal als Heavy Metal bekannt werden würde. Black Sabbath schrieben mit ihrem gleichnamigen Debütalbum Musikgeschichte – und dafür war vor allem Gitarrist Tony Iommi maßgeblich beteiligt. Durch einen Unfall im Sägewerk (jeder kennt die Witze) verlor er die Fingerspitzen an seiner linken Hand, was das Greifen von Akkorden natürlich ganz schön beeinträchtigt. Um dennoch spielen zu können, bastelte sich der schnauzbärtige Riffgott eine Prothese aus Wachs. Um mit den Fake-Fingern weniger eingeschränkt zu sein, stimmte er seine Klampfe tiefer. Das in Kombination mit seinem Talent (und dem der restlichen Jungs) führte zu der Entstehung eines einzigartigen Sounds: Finster, langsam und verflucht heavy.

Und mit letzteren bringt Iommi nun wieder einmal eine Signature-Gitarre auf den Markt – weshalb Sparfüchse sich sofort die Hände reiben sollten. Immerhin bietet Epiphone fast identische Gitarren wie Gibson an, mit denen der Birminghamer im letzten Jahr bereits ein Modell rausbrachte. Zwar ist mit knappen Tausend Euro auch die Epiphone Tony Iommi SG Special definitiv im oberen Epi-Preissegment, aber doch erheblich günstiger als die 2399 Euro schwere Gibson. Aber jetzt zur Frage aller Fragen: Ist die Ausstattung genauso gut wie die des teuren Bruders? Gucken wir uns einmal das Produktvideo dazu an.

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Was ist drin, in der Epiphone Tony Iommi SG Special

Holztechnisch kann man sich wieder einmal nicht beschweren. Der Korpus besteht aus dem klassischen Mahagoni, welches man bei diesem Preis mindestens erwarten darf. Dass ebenfalls der Hals aus dem Tropenholz geschnitzt ist, überrascht schon eher – da greift Epiphone gerne auch zu etwas günstigeren Bäumen. Das Griffbrett ist aus Palisander geschnitzt und verfügt über 22 Bünde mit Punkteinlagen. Das ist definitiv einer der Kritikpunkte an der Epiphone Tony Iommi SG Special. Vor einigen Jahren kamen die Iommi Signature-Gitarren aus dem Hause Epiphone noch mit Black Sabbath-typischen Kreuzen anstelle der Bünde. Das sah einfach tausendmal cooler aus. Angepinselt ist die Gitarre schließlich im traditionellen Cherry Red mit einem pechschwarzem Schlagbrett. Von außen sieht sie wirklich genau wie die 1966er Gibson SG aus, die Iommi so ikonisch gemacht hat.

Als Hardware erwarten den potenziellen Spieler zwei Epiphone P-90 Single Coil Tonabnehmer. Die Pick-Ups werden in Wachs gebadet, was ein mikrofonisches Verhalten vermeiden. Steuern kann man die guten Teile mit einem 3-Wege Toggle Schalter um zwischen die beiden Pickups einzeln oder in der Mittelstellung gemeinsam gewechselt werden kann. Dazu gibt es Vier Pontis um Ton und Lautstärke zu regeln. Letztere sollte bei diesem Modell überflüssig sein – wer hier nicht zum Maximum aufdreht, hat den Sabbath-Sechsaiter nicht verdient!

Eine Besonderheit, mit der die Epiphone Tony Iommi SG Special ausgestattet ist, ist die Wrap Around Brücke. Diese verbindet Saitenaufhängung und Brücke in einem einzigen Teil. Das kann durchaus zu klanglichen Nachteilen führen, denn durch die direkte Saitenauflage geht da manchmal so einiges schief. Gut eingesetzt – was bei der Epiphone Tony Iommi SG Special der Fall zu sein scheint – macht es den Umgang mit der Gitarre wesentlich leichter. Und noch ein Bonus: Die Gitarre kommt mit einem Koffer! Das ist nicht selbstverständlich.