Wichtige Erkenntnisse

  • Für unter 300 € bekommst du 2026 E-Gitarren, die für Anfänger und Fortgeschrittene absolut brauchbar sind – die Qualität in diesem Preissegment hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert.
  • Unsere Top-Empfehlungen sind die Squier Affinity/Sonic Stratocaster, die Yamaha Pacifica 112V und ausgewählte Harley Benton Modelle wie die ST-20 oder SC-550 II.
  • Unterschiedliche Bauformen passen zu verschiedenen Musikstilen: Strat für Allrounder, Tele für Twang, Les Paul für Rock/Blues, und Superstrats für Metal.
  • Ein professionelles Setup nach dem Kauf (40–80 €) macht aus einer guten Budget-Gitarre ein hervorragend spielbares Instrument.
  • Strukturiertes Lernen – etwa über professionelle Gitarrenkurse – ist fast genauso wichtig wie das Instrument selbst.

Einleitung: Warum E-Gitarren unter 300 Euro ein Sweet Spot sind

Du willst mit der E-Gitarre durchstarten, aber dein Vermögen soll nicht gleich für das Instrument draufgehen? Gute Nachricht: Die Preisklasse unter 300 Euro ist 2026 der absolute Sweet Spot für Einsteiger, Eltern auf der Suche nach dem ersten Instrument fürs Kind und Fortgeschrittene, die eine solide Zweitgitarre brauchen.

Warum genau dieser Bereich? Ganz einfach: Unter 100 Euro bekommst du oft nur Spielzeug mit fragwürdiger Verarbeitung und frustrierendem Spielkomfort. Ab etwa 150–200 Euro passiert etwas: Die Qualität springt spürbar an. Moderne Fertigung – vor allem in Asien – ermöglicht heute eine ordentliche Verarbeitung, saubere Bundierung und brauchbare Tonabnehmer zu Preisen, die vor zehn Jahren undenkbar waren. Und unter 300 Euro bleibst du klar im Budget-Bereich, ohne auf grundlegende Qualität verzichten zu müssen.

In diesem Artikel bekommst du konkrete Modellempfehlungen für verschiedene Musikstile, eine ehrliche Kaufberatung und Tipps, wie du nach dem Kauf das Maximum aus deiner neuen Gitarre herausholst. Wir bei BANDUP bewerten unabhängig, arbeiten aber teils mit Affiliate-Links (z. B. zu Thomann). Das ändert nichts an unserer Meinung – Vor- und Nachteile nennen wir immer ehrlich. Los gehts!

Auf dem Bild sind verschiedene E-Gitarren in unterschiedlichen Bauformen und Farben nebeneinander aufgereiht. Darunter sind Modelle wie die Fender Stratocaster und Telecaster sowie Einsteiger-Optionen von Squier, die alle ein breites Spektrum an Klangvielfalt und Spielkomfort bieten.
E-Gitarren in unterschiedlichen Bauformen und Farben nebeneinander. Man ist überrascht wieviele E-Gitarren es doch unter 300 € zu kaufen gibt.

Was macht eine gute Budget E-Gitarre aus?

Bevor wir uns die einzelnen Modelle unter die Lupe nehmen, solltest du wissen, worauf es bei einer E-Gitarre in diesem Preissegment wirklich ankommt. Klar, unter 300 € sind gewisse Kompromisse normal – aber bestimmte Mindeststandards müssen erfüllt sein, damit du langfristig Spaß am Spielen hast.

Hier sind die wichtigsten Punkte, auf die Anfänger, Eltern und auch Fortgeschrittene achten sollten:

Verarbeitung & Materialien

Vergiss die Marketing-Sprache von „Premium-Hölzern” und „handverlesenen Tonhölzern”. Was in dieser Preisklasse wirklich zählt: saubere Bünde ohne scharfe Kanten, eine stabile Hals-Korpus-Verbindung und ein gerader Hals.

Typische Hölzer unter 300 € sind Pappel, Linde, Okoumé oder Mahagoni-Alternativen wie Meranti. Das beeinflusst hauptsächlich Gewicht und Handling – Erle ist leicht und resonant, während Meranti stabiler, aber etwas schwerer sein kann. Keines dieser Materialien ist „schlecht”, solange die Verarbeitung stimmt.

Lackfehler oder kleine optische Mängel? Ärgerlich, aber weniger wichtig als eine vernünftige Halsgerade und gleichmäßige Bundierung. Wenn du online kaufst, achte auf Bewertungen zur Qualität. Im Laden: Prüfe, ob Teile klappern, die Saitenlage extrem hoch ist oder der Hals verzogen wirkt.

Tonabnehmer: Single Coils vs. Humbucker

Die Pickups sind das Herz deines Sounds. Single Coil Tonabnehmer – typisch für Strat und Telecaster – liefern einen hellen, drahtigen Klang mit viel Definition. Perfekt für Funk, Indie, Pop und cleane Sounds. Nachteil: Sie können bei hoher Verstärkung etwas brummen.

Humbucker sind das Gegenteil: fett, laut, weniger Nebengeräusche. Sie sind die erste Wahl für Rock und Metal und typisch für Les Paul-Style Gitarren. Der Sound ist wärmer und druckvoller.

Für unentschlossene Anfänger gibt es die beste Lösung: HSS- oder HSH-Konfigurationen (wie bei der Yamaha Pacifica 112V). So bekommst du Single Coils für cleane Sounds und einen Humbucker am Steg für mehr Druck – maximale Klangvielfalt in einer Gitarre. Falls du dir unsicher bist, lies hier noch einmal unseren Artikel über Tonabnehmer.

Kurz gesagt:

  • Single Coils → Funk, Indie, Pop, Blues
  • Humbucker → Rock, Metal, Heavy Sounds
  • HSS/HSH → Wenn du alles spielen willst

Halsprofil & Spielkomfort

Das Halsprofil ist einer der unterschätztesten Faktoren. Ein C-Profil (wie bei Squier und vielen Fender-Modellen) fühlt sich für die meisten Spieler natürlich an. Dünne „Wizard”-Hälse (typisch für Ibanez) sind schneller, aber nicht jedermanns Sache.

Für Kinder und Leute mit kleinen Händen kann ein schlankerer Hals angenehmer sein. Erwachsene mit großen Händen bevorzugen oft etwas mehr Masse. Wichtiger als alles: eine niedrige, schnarrfreie Saitenlage. Die beste Optik bringt nichts, wenn das Greifen zur Qual wird.

Mein Tipp: Wenn möglich, spiel die Gitarre im Laden kurz an. Ein paar Akkorde und einfache Riffs reichen, um zu merken, ob sich der Hals für dich natürlich anfühlt.

Hardware-Qualität (Brücke, Mechaniken, Elektronik)

Hardware meint alles, was nicht aus Holz ist: Stimmmechaniken, Brücke/Tremolo, Potis und Schalter. In der 300-€-Klasse ist einfache, aber funktionale Hardware üblich. Das Wichtigste: Die Gitarre muss die Stimmung halten.

Feste Brücken (Hardtail) sind anfängerfreundlich, weil sie weniger Einstellungsaufwand brauchen als Tremolos. Wenn du noch keine Erfahrungen mit Setup hast, ist das ein Pluspunkt.

Kratzende Potis oder etwas lockere Schalter sind häufige Schwächen in diesem Preisbereich – aber meist leicht und günstig zu beheben. Kein Grund zur Panik.

Mini-Checkliste für den Kauf:

  • Hals gerade, keine scharfen Bundkanten
  • Gitarre hält die Stimmung
  • Saitenlage angenehm niedrig
  • Alle Schalter und Potis funktionieren
  • Gewicht und Balance okay beim Umhängen

Die besten E-Gitarren unter 300 Euro (Modell-Empfehlungen)

Jetzt wird’s konkret. Hier sind unsere Empfehlungen für verschiedene Bauarten und Musikstile – alle realistisch unter 300 € zu bekommen (Preise Stand 2026, können je nach Angebot schwanken).

Stratocaster-Style Gitarren unter 300 €

Der Stratocaster-Style ist nicht ohne Grund der Klassiker: ergonomische Armauflage, bequeme Bauchkontur und ein vielseitiger Sound machen die Strat zur ersten Wahl für viele Anfänger. Ob Pop, Rock, Funk oder Blues – mit einer Strat machst du nichts falsch.

Das Bild zeigt eine klassische E-Gitarre im Stratocaster-Design mit einem ansprechenden Sunburst-Finish, die auf einem rustikalen Holzhintergrund platziert ist. Diese Fender Stratocaster-ähnliche Gitarre ist ideal für Einsteiger und Gitarristen, die Wert auf Klangvielfalt und Qualität legen.
Diese Fender Stratocaster-ähnliche Gitarre ist ideal für Einsteiger und Gitarristen, die Wert auf Klangvielfalt und Qualität legen.

Squier Sonic & Affinity Stratocaster (\~170–230 €)

Squier ist die Budget-Marke von Fender, und die Sonic/Affinity-Serien sind 2026 die gängigsten Einsteiger-Modelle. Du bekommst das vertraute Fender-Feeling zum Bruchteil des Preises.

Die meisten Modelle kommen mit drei Single Coils (SSS-Konfiguration), es gibt aber auch HSS-Varianten mit Humbucker am Steg. Das Griffbrett besteht oft aus Indian Laurel oder Ahorn, der Korpus aus Erle oder Pappel – beides solide für den Preis.

Vorteile: Echte Fender-DNA, riesiger Ersatzteilmarkt, viele Farben (von Lake Placid Blue bis Ultraviolet)

Nachteile: Hardware manchmal einfach, Tremolo nicht immer perfekt eingestellt – ein Setup lohnt sich fast immer

Die Squier Affinity ist der Preis-Leistungs-Sieger für alle, die klassischen Strat-Sound wollen, ohne ein Vermögen auszugeben.

Yamaha Pacifica 112V (\~260–290 €)

Die Yamaha Pacifica 112V ist seit Jahren eine der beliebtesten Allround-Gitarren im Budget-Bereich – und das aus gutem Grund. Yamaha ist bekannt für strenge Qualitätskontrolle, und das merkt man.

Features: HSS-Bestückung mit Coil-Split-Funktion, C-förmiger Ahornhals, Erle- oder erlenähnlicher Korpus

Die HSS-Konfiguration macht sie extrem flexibel: von cleanen Single-Coil-Sounds bis Classic Rock mit dem Humbucker. Perfekt für Einsteiger, die noch nicht wissen, welche Musikrichtung ihr Herz erobern wird.

Preislich kratzt sie an der 300-€-Grenze, ist aber regelmäßig im Angebot darunter zu finden. Unser Tipp als Top-Empfehlung im Strat-Bereich.

Harley Benton ST-Modelle (ST-20, ST-62, etc., \~90–200 €)

Harley Benton ist die Hausmarke von Thomann und bietet erstaunlich brauchbare Gitarren zu unschlagbaren Preisen. Die ST-20 ist das absolute Einsteigermodell unter 100 € – drei Single Coils, Tremolo, verschiedene Finishes wie Black oder Sunburst.

Die höherwertigen ST-62 oder ST-70 Modelle im 200-€-Bereich kommen mit besseren Pickups und teilweise Vintage-Optik.

Vorteile: Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis, ideale Plattform für Modding, viele Varianten

Nachteile: Qualitätsstreuung kann vorkommen, ein professionelles Setup ist fast Pflicht

Wer nichts gegen etwas Arbeit nach dem Gitarre kaufen hat, bekommt hier extrem viel Gitarre fürs Geld.


Les-Paul-Style Gitarren unter 300 €

Der Single-Cut-Style à la Les Paul steht für dicken, sustainreichen Sound mit zwei Humbuckern. Typischerweise schwerer als Strats, aber dafür mit mehr „Wumms” – perfekt für Rock, Hardrock, Blues und sogar Metal.

Harley Benton SC-550 II (\~260–290 €)

Die SC-550 II ist eine klassische Single-Cut mit Mahagoni-ähnlichem Korpus, Ahorndecke (teils mit Flame-Tops) und zwei Humbuckern. Der eingeleimte Hals und das Binding geben ihr einen hochwertigen Look.

Die Werks-Pickups (z. B. Roswell) klingen überraschend gut für den Preis. Finishes wie Lemon Drop oder Paradise Amber sehen edel aus.

Vorteile: Überdurchschnittliche Verarbeitung, klassischer Rock- und Blues-Sound, Les-Paul-Optik ohne 1.000+ € auszugeben

Nachteile: Relativ hohes Gewicht, kratzt preislich manchmal knapp an der 300-€-Marke

Empfehlung für alle, die auf „fetten” Sound und klassisches Design stehen.

Epiphone Les Paul Special (\~220–260 €)

Die Epiphone Les Paul Special ist die offizielle Budget-Schwester von Gibson – mit flacherem Korpus und reduzierter Ausstattung. Es gibt Humbucker- und P90-Versionen, beide mit einfacher Elektronik.

Vorteile: Authentische Les-Paul-DNA, markanter Look, leichter als „dicke” Les Pauls – gut für Kinder und Jugendliche

Nachteile: Einfachere Hardware und Lackierung, kein Luxus-Feeling

Für Rock, Punk und Blues die richtige Wahl, wenn du „Gibson-Feeling” zum Budget-Preis suchst.


Telecaster-Style Gitarren unter 300 €

Der Telecaster-Sound ist der „Twang”-Klassiker: bissig, durchsetzungsfähig und beliebt in Country, Indie, Rock und sogar modernem Metal. T-Style-Gitarren haben meist zwei Single Coils und eine robuste, simple Bauart.

Harley Benton TE-52 (\~170–200 €)

Die TE-52 ist eine Tele-Style-Gitarre mit Natur-Finish, schwerem Esche-ähnlichen Korpus und zwei Alnico-5-Single-Coils. Der Vintage-Sound mit typischem Twang ist seit Jahren ein Bestseller im Thomann-Sortiment.

Vorteile: Hochwertiger Look für den Preis, klassischer Tele-Sound, robuste Hardware

Nachteile: Häufig hohes Gewicht, kräftigeres Halsprofil als bei Strats – nicht jedermanns Sache

Für Spieler, die einen charakterstarken Sound und Vintage-Optik mögen.

Squier Affinity Telecaster (\~220–260 €)

Die günstige Fender-Tele-Variante mit klassischer T-Form und zwei Single-Coils. Finishes wie Butterscotch Blonde oder Lake Placid Blue machen sie zum Hingucker.

Vorteile: Vertraute Fender-Form, solide Qualität, riesige Community mit vielen Setup-Tutorials online

Nachteile: Werkseitig teils mäßige Einstellung, Potis und Schalter funktional, aber nicht High-End

Die sichere Wahl für alle, die explizit „den Tele-Sound” wollen.


Metal-Gitarren unter 300 €

Was macht eine „Metal-Gitarre” aus? Aggressive Optik, kräftige Humbucker, oft ein flacher Hals und gern eine feste Brücke oder stabiles Tremolo. High-Gain-taugliche Pickups in dieser Preisklasse können überraschend gut sein – aber denk daran, dass auch der Amp wichtig ist.

Die schwarze Superstrat-Gitarre hat eine aggressive Form und ist mit Humbucker-Pickups ausgestattet, was für einen kraftvollen Sound sorgt. Sie gehört zu den besten E-Gitarren im Budgetbereich und ist ideal für Gitarristen, die Wert auf Klangvielfalt und Spielkomfort legen.
Die Superstrat-Gitarre hat eine aggressive Form und ist mit Humbucker-Pickups ausgestattet, was für einen kraftvollen Sound sorgt. Sie gehört zu den besten E-Gitarren im Budgetbereich.

Ibanez GRG121DX (\~220–250 €)

Die typische Einsteiger-RG mit zwei Humbuckern und fester Brücke – ideal für Metal, Rock und Shred-Anfänger.

Merkmale: Dünner „Wizard”-ähnlicher Hals, flaches Griffbrett, aggressive Optik mit Sharktooth-Inlays, 24 Bünde für erweiterte Skalen

Vorteile: Extrem spielerfreundlich für schnelle Riffs und Soli, stimmstabil dank Hardtail-Bridge

Nachteile: Clean-Sounds etwas weniger charakterstark, Optik stark „Metal” – nichts für Vintage-Fans

Die beste Wahl für Jugendliche und Anfänger, die von Anfang an Richtung Metal gehen wollen.

Jackson JS32 Rhoads (\~270–300 €)

Die V-förmige Rhoads-Style-Gitarre mit spitzem Design für Metalheads mit Faible für auffällige Formen.

Merkmale: Zwei High-Output-Humbucker, oft Floyd-Rose-ähnliches Tremolo, dünner Hals, 24 Bünde

Vorteile: Show-taugliche Optik, sehr gutes Handling für Solospiel, Sound auf High-Gain abgestimmt

Nachteile: Im Sitzen unbequemer, Tremolo für absolute Anfänger kompliziert

Eher für ambitionierte Einsteiger oder Fortgeschrittene, die bewusst diese Form wollen.

ESP LTD EC-Serie (z. B. EC-10 / EC-50, \~220–280 €)

Les-Paul-ähnliche Shape mit flacherem Korpus und klarem Fokus auf Rock/Metal.

Merkmale: Zwei Humbucker, meist fester Steg, schlanker Hals, moderne schwarze Finishes

Vorteile: Griffiger, moderner Ton, gut für tiefe Tunings und verzerrte Sounds, oft leichter als klassische Les Pauls

Nachteile: Weniger Vintage-Charakter, Clean-Sound eher neutral

Empfehlung für alle, die eine unaufdringliche, aber metal-taugliche Gitarre suchen.


Kaufberatung: So findest du deine perfekte E-Gitarre unter 300 €

Du hast jetzt einen Überblick über die besten Modelle – aber wie gehst du den Kauf konkret an? Hier kommen praxisnahe Tipps für Neu- und Gebrauchtkauf, worauf du achten solltest und welches Zubehör Sinn macht.

Neu vs. gebraucht: Was lohnt sich mehr?

Neue Gitarren bieten Garantie, Rückgaberecht und keinen Verschleiß. Dafür zahlst du etwas mehr als für vergleichbare Gebrauchtinstrumente. Für komplette Anfänger und Eltern oft die sicherere Wahl.

Der Gebrauchtmarkt (Kleinanzeigen, Reverb, lokale Musikläden) kann sich lohnen: Hier bekommst du manchmal höherwertige Modelle für unter 300 €, die neu darüber liegen würden.

Aber Vorsicht: Versteckte Mängel wie krummer Hals, defekte Elektronik oder Risse im Korpus sind bei Privatverkäufen möglich. Prüfe vor dem Kauf:

  • Ist der Hals gerade? (Über die Bünde peilen)
  • Funktioniert alle Elektronik?
  • Gibt es sichtbare Risse oder Beschädigungen?

Empfehlung: Anfänger und Eltern sollten eher zu Neuware oder geprüften Gebrauchten im Fachhandel greifen. Fortgeschrittene Gitarristen mit etwas Know-how können gezielt auf dem Gebrauchtmarkt suchen.

Worauf beim Kauf achten (online & im Laden)?

Egal ob du im Laden stehst oder online bestellst – diese Punkte solltest du prüfen:

  1. Halsgerade: Der Hals sollte keine Wölbung nach oben oder unten haben
  2. Saitenlage: Zu hoch = anstrengend zu greifen, zu niedrig = Schnarren
  3. Bundenden: Keine scharfen Kanten, die in die Finger stechen
  4. Stimmstabilität: Einmal gestimmt, sollte sie halbwegs halten
  5. Elektronik: Alle Schalter und Potis kratzen nicht oder fallen aus
  6. Gewicht und Balance: Fühlt sich beim Umhängen gut an?

Für den Onlinekauf: Lies Bewertungen aufmerksam, achte auf Rückgabefrist und kostenlose Retoure, bevorzuge etablierte Musikhäuser. Bei Privatverkäufen: Fotos und Videos vorab verlangen.

Goldene Regel: Lieber eine solide, einfache Gitarre ohne Schnickschnack als ein „Feature-Monster” mit schlechter Grundqualität.

Was ist dir beim Kauf einer E-Gitarre unter 300 Euro am wichtigsten?

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Setup & Nachbearbeitung: Der unterschätzte Gamechanger

Das unterschätzen viele: Ein professionelles Setup kann aus einer 250-€-Gitarre ein deutlich besser spielbares Instrument machen.

Was ein Setup umfasst:

  • Trussrod-Einstellung (Halskrümmung)
  • Optimierung der Saitenlage
  • Oktavreinheit justieren
  • Ggf. Sattelkerben nachfeilen

Kosten: Etwa 40–80 € beim Gitarrenbauer in Deutschland (Stand 2026, kann regional schwanken).

Das Geld ist gut investiert – besonders bei Budget-Gitarren, die ab Werk nicht perfekt eingestellt sind. Wer will, kann einfache Wartungsarbeiten später auch selbst lernen.

Sinnvolles Zubehör für den Start

Was brauchst du wirklich neben der Gitarre? Hier findest du wichtiges Zubehör – da es ein Fass ohne Boden ist, kannst du dich in diesem Artikel ausführlich über Gitarrenzubehör informieren.

ZubehörWarum wichtigUngefähre Kosten
Übungsverstärker oder Modeling-AmpOhne Amp hörst du fast nichts80–150 €
Instrumentenkabel (3m)Verbindet Gitarre mit Amp10–20 €
GurtFür bequemes Spielen im Stehen10–25 €
Plektren (Picks)Essentiell zum Anschlagen3–10 €
Stimmgerät oder AppGitarre in Tune halten0–20 €
GitarrenständerSchützt die Gitarre, wenn du nicht spielst15–30 €

Für leises Üben: Kopfhörer-Amp, Multi-Effekt mit Kopfhörerausgang oder Modeling-Software am Rechner.

Wichtig: Ein zu billiger Amp kann den Sound „kaputtmachen”. Lieber etwas Solides im 80–150-€-Bereich, das zur 300-€-Gitarre passt.

Auf dem Bild ist ein kleiner Übungsverstärker zu sehen, der neben einer E-Gitarre steht. Das Zubehör umfasst Kabel und Picks, die für Gitarristen wichtig sind, um die besten Modelle wie die Fender Stratocaster oder Squier Classic Vibe zu nutzen.
Das Zubehör für eine E-Gitarre umfasst mindestens ein Kabel, Plektren und eine Verstärker. Oft gibt es auch Sets zu kaufen.

Gitarre lernen – Der nächste Schritt nach dem Kauf

Die beste Budget-Gitarre bringt nichts, wenn sie nach ein paar Wochen im Eck verstaubt. Der Unterschied zwischen Frust und Fortschritt liegt nicht am Instrument – sondern daran, wie du lernst.

Warum eine gute Gitarre allein nicht reicht

Sei ehrlich: Die Motivation lässt schnell nach, wenn du keine Fortschritte merkst. Dann fühlt sich selbst eine gute Gitarre „schlecht” an.

Technik (richtiges Greifen, Dämpfen, Rhythmusgefühl) und regelmäßiges Üben sind entscheidend für guten Sound. Viele bekannte Gitarristen haben mit einfachen, günstigen Instrumenten angefangen – und trotzdem großartig geklungen.

Mein Tipp: Setz dir anfangs klare, kleine Ziele. 10 Minuten täglich üben. Das erste komplette Lied in 4 Wochen. Kleine Erfolge halten die Motivation hoch.

Strukturiertes Lernen vs. nur YouTube

YouTube ist großartig: kostenlos, riesige Auswahl, Inspiration ohne Ende. Aber: Die Gefahr von Überforderung und fehlendem roten Faden ist real. Du springst von Tutorial zu Tutorial, ohne echten Fortschritt.

Strukturiertes Lernen sieht anders aus: aufeinander aufbauende Lektionen, Technik + Songs im Wechsel, Feedbackmöglichkeiten.

Der beste Ansatz: Hol dir die Basis über einen Kurs oder Lehrer, ergänze mit YouTube-Tutorials und Play-Alongs zur Inspiration. Such dir 1–2 feste Quellen aus, statt wahllos zu springen.

Vorteile professioneller Gitarrenkurse

Professionelle Kurse oder Apps bieten:

  • Schnelleren Fortschritt durch klare Struktur
  • Weniger falsche Technik, die später mühsam korrigiert werden muss
  • Motivation durch klare Ziele und hochwertiges Material
  • Flexible Online-Optionen für Berufstätige, Schüler und Eltern

Mit dem richtigen Tool holst du das Maximum aus deiner neuen Gitarre heraus. Hier findest du die besten Apps zum Gitarre lernen und hier findest du die besten Online-Kurse zum Gitarre lernen. Mehr dazu findest du auf .

Fazit: Unsere Empfehlungen für E-Gitarren unter 300 €

Du hast jetzt alles, was du für eine fundierte Entscheidung brauchst. Hier nochmal die wichtigsten Empfehlungen im Vergleich:

EinsatzzweckEmpfohlene Modelle
AllroundYamaha Pacifica 112V
Klassischer Strat-SoundSquier Affinity/Sonic, Harley Benton ST
Rock/BluesHarley Benton SC-550 II, Epiphone Les Paul Special
Tele-TwangHarley Benton TE-52, Squier Affinity Telecaster
MetalIbanez GRG121DX, Jackson JS32 Rhoads, ESP LTD EC

Unser Preis-Leistungs-Sieger: Die Yamaha Pacifica 112V – vielseitig, hervorragend verarbeitet und perfekt für Einsteiger, die noch nicht genau wissen, welche Richtung sie einschlagen wollen. Dicht gefolgt von der Squier Affinity Stratocaster für alle, die klassischen Fender-Sound wollen.

Zögere nicht zu lange. Die hier vorgestellten Modelle bieten alles, was du für den Einstieg brauchst. Hol dir deine Gitarre, lass sie einstellen – und fang an zu spielen. Wenn du Inspiration brauchst, findest du hier 20 tolle Gitarrenlieder für Anfänger als perfekte Unterstützung für deinen Start. Der Rest kommt von allein.

FAQ – Häufige Fragen zu E-Gitarren unter 300 Euro

Hier beantworten wir typische Fragen, die im Hauptartikel nur am Rande behandelt wurden.

Ist eine E-Gitarre unter 300 € für Kinder geeignet?

Ja, aber es kommt auf Alter und Körpergröße an. Kinder ab etwa 10–12 Jahren können meist problemlos eine E-Gitarre in Standardgröße (Mensur 648 mm) spielen. Für jüngere oder sehr kleine Kinder sind 3/4-Modelle oder Shortscale-Gitarren sinnvoller.

Achte besonders auf Gewicht und Halsdicke: Ein schwerer Les-Paul-Style kann für ein Kind schnell anstrengend werden. Modelle wie die Squier Affinity Strat oder Epiphone Les Paul Special (flacherer Korpus) sind leichter und damit kinderfreundlicher. Eine niedrige Saitenlage ist hier besonders wichtig, damit kleine Finger nicht zu viel Kraft aufbringen müssen. Hier ist unser Ratgeber für Kindergitarren.

Sind Komplett-Sets (Gitarre + Verstärker) empfehlenswert?

Es kommt drauf an. Sehr günstige Komplett-Sets unter 150 € enthalten oft einen schwachen Amp, der den Sound nicht gut wiedergibt. Als absoluter Einstieg „besser als nichts”, aber auf lange Sicht unbefriedigend.

Besser ist oft die Kombination aus einer etwas besseren Einzelgitarre (z. B. Harley Benton ST-20 oder Squier Sonic) und einem separaten, brauchbaren Modeling-Amp im 80–120-€-Bereich. So bekommst du insgesamt mehr Qualität fürs Geld. Hier unser Ratgeber für Verstärker.

Wie oft sollte eine Einsteiger-Gitarre gewartet oder neu eingestellt werden?

Nach dem Kauf solltest du einmal ein gründliches Setup machen lassen – das ist die wichtigste Investition. Danach reicht je nach Nutzung ein Check alle 6–12 Monate.

Regelmäßige Wartungspunkte, die du selbst machen kannst: Saitenwechsel (alle 1–3 Monate bei aktivem Spielen), Reinigung von Griffbrett und Korpus, und gelegentliches Nachstellen des Trussrods bei Klimawechsel. Das alles erfordert kein großes Wissen und erhält die Spielbarkeit.

Kann ich später Teile meiner Budget-Gitarre upgraden?

Absolut. Tonabnehmer, Mechaniken, Sattel und Elektronik lassen sich bei den meisten Gitarren problemlos austauschen. So kann eine günstige Gitarre deutlich aufgewertet werden und über Jahre wachsen.

Aber Achtung: Bei sehr billigen Modellen unter 100 € solltest du abwägen, ob teure Upgrades (z. B. Pickups für 150 €) noch Sinn machen – oder ob ein Neukauf einer besseren Gitarre sinnvoller wäre. Als Faustregel: Upgrades lohnen sich, wenn die Basis-Gitarre solide ist.

Wie wichtig ist der Verstärker im Vergleich zur Gitarre?

Mindestens genauso wichtig. Eine 300-€-Gitarre an einem grottigen 30-€-Amp klingt frustrierend. Umgekehrt kann ein guter Amp selbst einer günstigen Gitarre überraschend guten Sound entlocken.

Plane dein Gesamtbudget realistisch: Etwa 300 € für die Gitarre und 200–300 € für Amp und Zubehör auf mittlere Sicht. So bekommst du ein Setup, das langfristig Spaß macht und dich nicht nach ein paar Monaten zum Neukauf zwingt.

Wenn du mehr über Einsteiger-Amps, Home Recording, Übungsroutinen oder Gitarrenspieltechniken erfahren willst, schau dich auf unserer Gitarren-Seite um. Dort findest du weitere Beiträge und rund um das Gitarre lernen, weitere Kaufberater, Empfehlungen für Fachgeschäfte in deiner Nähe und auch einzelne Musikstücke zum lernen.