Saiten für den Bass – die Stringtheorie

Jeder der sich schon einmal damit beschäftigt hat, weiß es: die Saiten eines Zupfinstruments sind eine Wissenschaft für sich! Auch beim Bass tragen sie maßgeblich zur Klangfarbe bei und bestimmen folglich über Erfolg oder Misserfolg. Welche Saiten es gibt, worauf du achten solltest und was Saiten kosten dürfen erfährst du in diesem Artikel. Alle weiteren Themen in unserer Bass-Beratung

Wie unterscheiden sich Saiten für den Bass von Saiten für die E-Gitarre?

Grundsätzlich können Saiten in mehreren Kategorien untergeordnet werden. Ein maßgebliches Merkmal ist die Stärke. Je nach Instrument und gewünschtem Klang unterscheiden sich die Saitenstärken. Abhängig davon ist auch die Spannung der Saite. In aller Regel hat die Saite mehr Spannung, wenn sie einen höheren Ton abgibt. Handelt es sich um eine tiefere Saite, so besitzt sie weniger Spannung. Hierbei kommen wir auch zum ersten Unterschied zwischen Saiten für den Bass und Saiten für die Gitarre. Aufgrund des Umstands, dass die Bassgitarre wesentlich tiefere Töne schlägt, sind die Saiten viel größer dimensioniert. Sie sind länger, da auch die Mensur des E-Basses größer ist und auch der Durchmesser der einzelnen Saiten ist viel größer. Auch in Sachen Material haben die Bassisten etwas andere Tendenzen als Gitarristen. Zwar nutzen beide sogenannte Roundwounds (der Kern wird von einem runden Draht umwickelt), jedoch setzen viele Gitarristen auf einen Nickeldraht. Bei der Bassgitarre legte man schon früh Wert auf Saiten vollkommen aus rostfreiem Stahl. Dies bietet mehrere Vorteile. Durch den Wegfall von Rost können die Saiten sehr lange verwendet werden. Außerdem haben sie hervorragende magnetische Eigenschaften, die einen außergewöhnlichen Sound zulassen. Ein weiterer Unterschied zwischen Gitarren– und Bass-Saiten fällt optisch auf. Die drei höheren Saiten der Gitarre (g, h, e) besitzen keine Umwicklung. Der Bass hat nur vier Saiten, diese sind dennoch vollständig umwickelt. Selbst 5- und 6-Saiter Bässe mit höheren Saiten haben umwickelte Wounds.

  • Unterscheidbarkeit in Material, Stärke und Länge
  • Stainless Steel Strings mit vielen Vorteilen
  • Nickeldraht als mögliche Alternative

Die Saite und ihre Bespielbarkeit

Die Strings sind eine der wichtigsten Elemente während des gesamten Bass-Spiels. Fühlst du dich mit ihnen nicht wohl, dann hört man das in deiner Musik sofort. Auch wenn beim Bass Vibratos und Bendings eher Raritäten darstellen, macht es sich doch deutlich bemerkbar, wenn die Saiten den Fingern nichts Gutes tun. Viel zu schmerzhaft fällt die Bilanz aus. Die Kunst ist es, die perfekte Balance zu finden. Auf der einen Seite muss der ideale Klang gefunden werden und auf der anderen Seite sollte das Instrument möglichst einfach zu spielen sein. Es geht kaum anders, als sich stückweise heranzutasten. Ein schmerzfreies Spielgefühl ist viel wert. Trotzdem soll der Bass einen robusten Sound liefern und sich zwischen Drums, Lead- und Begleitgitarre durchsetzen. Die diversen Stärken lassen sich wie folgt darstellen:

SaiteMinimumStandardMaximum
E-Saite0,0850,1000,118
A-Saite0,0650,0800,095
D-Saite0,0500,0600,075
G-Seite0,0300,0400,055

Bei der Maßangabe handelt es sich um Zoll. Zwischen den einzelnen Stärken kann bunt variiert werden. Die meisten Hersteller vertreiben einen kompletten Satz Saiten mit abgestimmten Saitenstärken. Lass in deine Entscheidung bezüglich der Saitenwahl auch andere Einflüsse einfließen. Ein Fretless Bass beispielsweise braucht andere Saiten als ein herkömmlicher Bass mit Bünde. Mit welchen Saiten du am liebsten spielst, bleibt letztendlich dir selbst überlassen.

  • Dünnere Saiten für ein wohliges Spielgefühl
  • Dickere Saiten mit satterem Sound und robustem Auftreten
  • Standardisierte Saitenstärken mit Möglichkeiten zur Variation

Die unterschiedlichen Werkstoffe

Technisch gesehen besteht die Saite aus zwei Komponenten: dem Kern und der Wicklung. Diese beiden Einzelteile müssen nicht immer aus dem gleichen Werkstoff bestehen, tatsächlich tun sie dies oft auch nicht. Eine beliebte Kombination ist Nickel-Stahl. Solche Saiten besitzen einen Kern aus Nirosta und werden mit einer fast reinen Nickel-Legierung umwickelt. Auch ein vernickelter Stahldraht als Umwicklung für den Kern ist üblich. Eine weitere Version sind Saiten, die gänzlich (also Umwicklung und Kern) aus Stainless Steel bestehen. Sogenannte „Taper Wound“ Saiten werden mit einer Verjüngung am Saitenende ausgeführt, was die Schwingungseigenschaften der Saite verbessert. Niemals darf vergessen werden, dass das Material aktiv zur entsprechenden Klangfarbe beiträgt. Während dies bei einem Akustikbass kaum eine Rolle spielt, erfolgt die Tongebung beim E-Bass von den Saiten über die Tonabnehmer bis zum Verstärker. Saiten mit einer Nickel-Umwicklung beispielsweise haben sehr schwache magnetische Eigenschaften. Dadurch klingen sie deutlich leiser und etwas weicher. Saiten aus Stainless Steel erzeugen eine deutliche Reizung der Pickups. Ihre Klangcharakteristik wird als sehr aggressiv und hart beschrieben.

  • Kern und Umwicklung der Saite mit verschiedenen Werkstoffen
  • Werkstoff maßgeblich für die Klangfarbe
  • Taper Wounds mit verbesserten Schwingungseigenschaften

Die beliebtesten Marken und Hersteller

Die allermeisten Hersteller von Gitarrensaiten bieten auch eine breite Palette an Saiten für den Bass an. D’Addario, Ernie Ball, Fender und GHS sind beliebte Marken von denen hochwertige Saiten für den E-Bass erworben werden können. Aber auch einige Nischenmarken haben sich auf die Erzeugung von Bass-Saiten spezialisiert. Das Musikhaus Thomann bietet ein unglaublich großes Sortiment an Saiten mit unterschiedlichen Stärken, Werkstoffen und auch Anzahl (4-Saiter, 5-Saiter, 6-Saiter) für den Bass an. Wir geben dir eine exklusive Kaufempfehlung ab.

ModellEXL2202835 Extra SlinkyHCT1133R
MarkeDad­da­rioErnie BallHofner
Saitenstärke040 - 060 - 075 - 095040 - 055 - 075 - 095040 - 060 - 075 - 095
MensurLong ScaleLong ScaleShort Scale
Preis22,90 €22,90 €12,90 €

1. D’Addario EXL220

Die Saiten von D’Addario für deinen Bass sind vielleicht nicht die günstigsten, wenn du aber die besten Strings für deinen Sound suchst, dann wirst du damit fündig. Die bekannte Marke stellt Saiten für 4-Saiter, 5-Saiter, 6-Saiter und sogar 7-Saiter Bässe her. Flatwounds, wie auch Roundwounds finden sich im Programm des Saiten-Herstellers. Selbst Taper Wounds finden sich im Sortiment von D’Addario.

2. Höfner HCT1133R

Lust auf einen klassischen Beatles-Sound? Dann probiere die eigens entwickelten Saiten der Marke Höfner. Die Saiten wurden speziell auf das einzigartige Instrument abgestimmt und imitieren den typischen Beatles-Klang optimal.

3. Ernie Ball EB2835 Extra Slinky

Ernie Ball ist eine etablierte Marke, die für äußerst hochwertige und besonders langlebige Saiten bekannt ist. Hauptsächlich aus dem Bereich der Gitarre kommend, bringen die Strings von Ernie Ball auch beim Bass die gewohnten Vorteile mit sich. Jene Serie EB2835 besteht aus Stainless Steel Saiten, die mit Nickel überzogen werden.

Der Bass hat viele Sa(e)iten

Wahrlich ist die Bassgitarre ein einzigartiges Instrument. Vielfach belächelt, so hat sich der Bass dennoch in der heutigen Band-Konstellation durchgesetzt. Kaum eine Musikgruppe verzichtet auf das Instrument und somit werden vielfach gute Bassisten gesucht. So vielseitig der E-Bass ist, so vielseitig ist auch dessen Bestückung mit Saiten. In Material, Länge und Saitenstärke unterscheiden sie sich deutlich von jenen der Gitarre. Waren vernickelte Stahlsaiten früher Standard, so hat der moderne Bassist schon zeitig auf komplette Stainless Steel Strings umgesattelt. In Bezug auf Stärke stehen dir viele Varianten zur Verfügung. Am besten probierst du vorab das Spielverhalten und den Klang. Nur durch langsames Herantasten findest du die passende Saitenstärke für deinen Bass. Hast du gefunden, was dir gefällt, so bietet dir das Musikhaus Thomann das entsprechende Sortiment.

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